Raubkopierer aufgeflogen! Sachsens Fahnder stellen 25 Millionen Euro sicher

Leipzig/Dresden - Was für ein Fang: Bei den Ermittlungen zur illegalen Streaming-Plattform "movie2k.to" landeten die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und Landeskriminalamt und Steuerfahndung Leipzig einen Coup. Dabei half auch das US-amerikanische FBI.

llegales Kinovergnügen auf Knopfdruck: Die Internetplattform "movie2k.to" verursachte einen enormen Schaden. Nun konnten 25 Millionen Euro aus den kriminellen Machenschaften sichergestellt werden.
llegales Kinovergnügen auf Knopfdruck: Die Internetplattform "movie2k.to" verursachte einen enormen Schaden. Nun konnten 25 Millionen Euro aus den kriminellen Machenschaften sichergestellt werden.  © 123RF/simpson33

Das Geld wurde in Form der Internetwährungen Bitcoin und Bitcoin Cash sichergestellt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag mit. Gesamtwert: 25 Millionen Euro!

Das Geld stammt aus Werbe- und Abofallen-Einnahmen des illegalen Streamingdienstes "movie2k.to". 880. 000 deutsch- und englischsprachige Filme und Serien sollen darüber illegal verbreitet worden sein. 2013 flog der Schwindel auf, das Portal wurde abgeschaltet.

Ende vergangenen Jahres konnten zwei der Hauptverdächtigen festgenommen werden. Ein dritter ist immer noch auf der Flucht. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, von Herbst 2008 bis Mai 2013 über 880. 000 Raubkopien illegal verbreitet zu haben.

Programmierer verbreiteten Raubkopien: FBI kam ihnen auf die Spur

Bei den beiden handelt es sich um den Programmierer der Plattform (44) und einen Immobilienunternehmer aus Berlin (37), der die illegalen Gewinne in Häuser in Berlin, Brandenburg und Sachsen steckte. Beide sitzen in Untersuchungshaft und sind geständig.

Der 44-jährige Programmierer hat die sichergestellten Bitcoins sogar freiwillig als Wiedergutmachung angeboten, so die Generalstaatsanwaltschaft. Dass das Geld tatsächlich aus den verbrecherischen Machenschaften stammt, konnten Ermittlungen des Bundeskriminalamts in Zusammenarbeit mit einem forensischen Sachverständigen der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI erhärten.

Für die Geschädigten gibt der Fund Anlass zur Hoffnung: 

"Sollte das Gericht die Beschuldigten im Falle einer Anklage verurteilen, können sie einen Anspruch auf Schadensausgleich geltend machen", so die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Nicole Geisler (35). 

Titelfoto: 123RF/simpson33

Mehr zum Thema Leipzig Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0