Rentnerin sucht sich Hilfe bei der Gartenarbeit, doch ihr wird übel mitgespielt

Leipzig - Wie dreist kann man sein? Eine Leipzigerin (80) beauftragte eine vermeintliche Firma mit Gartenarbeiten und wurde danach erpresst und bedroht. Jetzt schaltete sie die Polizei ein.

Angebliche Mitarbeiter einer Firma halfen einer 80-Jährigen in Leipzig bei der Gartenarbeiten – und zockten sie dreist ab. (Symbolbild)
Angebliche Mitarbeiter einer Firma halfen einer 80-Jährigen in Leipzig bei der Gartenarbeiten – und zockten sie dreist ab. (Symbolbild)  © 123RF/gpointstudio

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 12. und 13. September im Stadtteil Mockau-Nord. Dort wohnt die 80-jährige Frau, die damals einen Flyer in ihrem Briefkasten gefunden habe, auf dem mit der "Durchführung von Gartenarbeiten geworben wurde".

Daraufhin habe die Geschädigte dem Unternehmen einen Auftrag erteilt. Tatsächlich seien die angeblichen Mitarbeiter gekommen, um verschiedene Arbeiten durchzuführen. Auch solche, die gar nicht vereinbart gewesen seien. Obwohl die Rentnerin einen Kostenvoranschlag wünschte, wurde ihr dieser offenbar verweigert.

Einen Tag später soll der vermeintliche Chef der Firma vor ihrer Tür gestanden und eine fünfstellige Summe von der Frau gefordert haben – ohne Rechnung.

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Als die 80-Jährige die Zahlung verweigerte, soll sie von den Mitarbeitern dazu gedrängt worden sein, mit ihnen gemeinsam zu einem Überweisungsautomaten zu fahren.

"Aus Angst gab sie ihre Daten am Automat ein, und die unbekannten Tatverdächtigen führten eine Überweisung durch, die nahe des geforderten Betrages war", so die Polizei weiter.

Doch auch in den Tagen danach ließ man ihr keine Ruhe: Die Geschädigte sei am Telefon bedroht und aufgefordert worden, die restliche Summe zu bezahlen. Daraufhin erstattete sie Anzeige bei den Beamten, die nun wegen des Verdachts der Erpressung ermitteln.

Titelfoto: 123RF/gpointstudio

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