Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung: Männergruppe terrorisiert Familie

Trebsen/Mulde - Zwei Nächte in Folge mussten sie es nun schon ertragen! In Trebsen/Mulde im Landkreis Leipzig wird derzeit eine Familie von einer Männergruppe terrorisiert.

Zwei Tatverdächtige konnten von der Polizei bereits bekannt gemacht werden. (Symbolbild)
Zwei Tatverdächtige konnten von der Polizei bereits bekannt gemacht werden. (Symbolbild)  © Heiko Kueverling/123RF

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, waren erstmals Mittwochnacht, gegen 23.50 Uhr, drei Männer vor dem Haus der Familie an der Brückenstraße erschienen und hatten einen Streit vom Zaun gebrochen.

Die Männer verschwanden kurz darauf, drohten jedoch, mit weiteren Personen zurückzukehren - und so war es denn auch. Dieses Mal sollte es jedoch nicht nur bei einer verbalen Auseinandersetzung bleiben.

Nachdem ein Mitglied der Gruppe das Eingangstor aufgetreten hatte, stürmten die Menschen das Grundstück und fingen an, die Anwohner nun auch rassistisch zu beleidigen. Laut Polizei musste eine Frau wegen emotionaler Überlastung ins Krankenhaus gebracht werden.

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Von dem Mob konnten indes zwei Tatverdächtige (beide 20, deutsch) bekannt gemacht werden.

Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf

Damit jedoch nicht genug. Auch in der vergangenen Nacht erschienen abermals mehrere Personen vor dem Einfamilienhaus und grölten ausländerfeindliche Parolen, um sich danach teils zu Fuß, teils mit Fahrrädern aus dem Staub zu machen.

Während die Polizei nach den Tatverdächtigen suchte, stießen sie erneut auf einen der beiden 20-Jährigen, dieses Mal jedoch in Begleitung dreier Jugendlicher im Alter von 15, 16, und 17 Jahren.

Der Staatsschutz der Leipziger Polizeidirektion hat den Fall bereits übernommen. Es wird nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung, des Hausfriedensbruch, Beleidigung sowie wegen versuchter Sachbeschädigung ermittelt.

Titelfoto: Heiko Kueverling/123RF

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