Büro von Leipziger Grünen-Politikern beschmiert

Leipzig - In der Nacht von Sonntag auf Montag griffen Unbekannte zwei Büros der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig an. Das Landeskriminalamt sucht nun nach Zeugen.

Das Partei-Büro der Grünen-Landtagsabgeordneten Christin Melcher (37) und Dr. Daniel Gerber (35) wurde von Aktivisten beschmiert.
Das Partei-Büro der Grünen-Landtagsabgeordneten Christin Melcher (37) und Dr. Daniel Gerber (35) wurde von Aktivisten beschmiert.  © Montage Peter Endig/dpa; Martin Jehnichen/PR

Bei dem beschädigten Objekt handelt es sich um das Bürogebäude der Grünen-Landtagsabgeordneten Christin Melcher und Dr. Daniel Gerber in der Heinrichstraße 9 (Reudnitz).

Unbekannte Täter besprühten die Glasfront des Büros mit mehreren Schriftzügen und warfen mit Farbe gegen die Fassade und den Eingangsbereich. Die Polizei konnte noch keine Angaben zum entstandenen Sachschaden machen.

Die Soko LinX des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen aufgenommen, da aufgrund der gesprühten Parolen und eines auf "Indymedia" veröffentlichen Bekennerschreibens von einer politischen Motivation auszugehen ist.

In dem Schreiben erklären die Vandalen ihre Tat als wütende Reaktion auf die Rodung des Dannenröder Forsts in Hessen. Denn dieser umstrittenen Entscheidung hatten die Grünen zugestimmt.

Diese Entscheidung sei nach Ansicht der Schmierfinken nicht mit dem Umweltschutz-Gedanken der Partei vereinbar.

Außerdem gaben sie in ihrem Bekennerschreiben an, gegen die soziale Isolierung in Zeiten des Corona-Lockdowns protestieren zu wollen. Um ein Zeichen gegen die verhängte Ausgangssperre und Sperrstunde zu setzen, hätten sie ihren Angriff auf die Partei-Büros absichtlich auf nach 22 Uhr gelegt.

Das LKA und die Kripo Leipzig suchen nun nach Zeugen für den Vandalismus. Habt Ihr in der Nacht zum 21. Dezember zwischen 21 Uhr und 3.40 Uhr im weiteren Bereich um den Tatort verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen? Dann meldet Euch bei der Kripo unter der Telefonnummer 034196646666.

Titelfoto: Montage Peter Endig/dpa; Martin Jehnichen/PR

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