Zwei Mädchen verschleppt? Das steckte hinter der vermeintlichen Entführung

Leipzig - Zwei Mädchen (13, 16) haben Dienstagnacht in Leipzig für Aufregung und einen SEK-Einsatz gesorgt. 

Weil die Polizei vom Ernst der Lage ausging, wurde das SEK in Marsch gesetzt. (Symbolbild)
Weil die Polizei vom Ernst der Lage ausging, wurde das SEK in Marsch gesetzt. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Über Notruf hatten sich die Teenager gegen 20 Uhr bei der Polizei gemeldet und erklärt, am Morgen auf dem Weg zur Schule in ein Fahrzeug gezerrt und verschleppt worden zu sein. Seither seien sie in einem unbekannten Gebäude eingesperrt.

Die Polizei löste sofort Großalarm aus und lokalisierte die vermeintlichen Geiseln in einem Objekt in Lindenau. Gegen 23 Uhr stürmten SEK-Beamte das Gebäude und "befreiten" die Mädchen (TAG24 berichtete). Danach waren Kriminaltechniker stundenlang damit beschäftigt, Spuren zu sichern.

In den Vernehmungen durch erfahrene Kriminalisten verstrickten sich die Kinder jedoch schnell in Widersprüche. Zudem waren die aus problematischen Familienverhältnissen stammenden Teenager als Ausreißer bekannt.

Am Dienstagnachmittag vermeldete die Polizei dann erleichtert, dass es weder eine Entführung gab, noch die Mädchen gegen ihren Willen festgehalten wurden. 

Mit Verweis auf den Schutz der Minderjährigen verzichteten die Beamten darauf, die wahre Geschichte hinter der "Entführung" zu verbreiten. 

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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