Darum werden in Leipzig am 8.Mai Stolpersteine geputzt

Leipzig - Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" ruft gemeinsam mit weiteren Akteuren zum Putzen der Leipziger Stolpersteine am 8.Mai auf. Damit soll am Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus der NS-Opfer gedacht werden. Wegen des Coronavirus haben sich die Verantwortlichen für diese individuelle Form des Gedenkens entschieden.

Am 8. Mai sollen in Leipzig Stolpersteine gereinigt werden. (Symbolbild)
Am 8. Mai sollen in Leipzig Stolpersteine gereinigt werden. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Trotz ausfallender Gedenkveranstaltungen wegen des Coronavirus muss auch in diesem Jahr nicht auf das wichtige Erinnern verzichtet werden.

"Die Wahl der Aktionsform fand aus Rücksichtnahme auf den Infektionsschutz statt. So kann jeder Mensch auch individuell oder in kleinem Kreis diesen für uns alle wichtigen Tag würdig begehen", heißt es von den Veranstaltern.

Um 16 Uhr findet eine "symbolische gemeinsame Aktion" stellvertretend am Stolperstein von Kurt Günther (1895-1940) an der Kurt-Günther-Straße 12 im Leipziger Stadtteil Reudnitz statt.

Der Gewerkschafter und Sozialdemokrat war im Konzentrationslager Buchenwald ermordet worden.

Am 8.Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus zum 75. Mal. An diesem Tag hatte die Wehrmacht die Kapitulationsurkunde zum Ende des Zweiten Weltkrieges unterschrieben.

Was sind Stolpersteine?

Stolpersteine sind kleine goldene Gedenktafeln. Sie werden ins Pflaster vor ehemaligen Wohnhäusern von Opfern des Nationalsozialismus eingelassen.

Der Künstler Gunter Demnig (72) erschuf mit seinem Projekt ein sich ständig erweiterndes Erinnerungsmosaik in ganz Deutschland und vielen anderen Ländern Europas.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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