Tattoo für Polizisten: Dr. Mark Benecke bei der Verhandlung in Leipzig

Leipzig - Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am heutigen Mittwoch darüber, ob sich der bayerische Polizist Jürgen Prichta den Unterarm tätowieren lassen darf. Das Verfahren lockte sogar hohen Besuch an: Unter den Gästen befand sich unter anderem Forensiker Dr. Mark Benecke.

Dr. Mark Benecke zusammen mit Jürgen Prichta im Bundesverwaltungsgericht.
Dr. Mark Benecke zusammen mit Jürgen Prichta im Bundesverwaltungsgericht.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

"Darf Jürgen sich heute Abend das Wort 'Aloha' auf den Arm tätowieren lassen?", wollte Benecke am Mittwochmorgen von seinen Fans auf Facebook wissen. "Wir drücken die Daumen und gehen gleich in den Saal."

Kurz darauf gab es bereits die nächste Nachricht. "Spannender als jeder Krimi", hieß es da vonseiten des Doktors.

Das Ganze war natürlich auch mit Fotos versehen, auf denen sich Benecke unter anderem mit Polizist Jürgen Prichta zeigte.

Der 43 Jahre alte Polizist aus Bayern will sich den Schriftzug "Aloha" auf den Unterarm tätowieren lassen - als Erinnerung an seine traumhaften Flitterwochen (TAG24 berichtete).

Doch das darf er bislang nicht, weil das Polizeipräsidium Mittelfranken ihm verbietet, sich sichtbar tätowieren zu lassen.

Zwei Gerichte haben dieses Verbot bislang bestätigt, und eigentlich hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, der 2018 gegen Prichta entschied, eine Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen. Doch eine Nichtzulassungsbeschwerde war erfolgreich - und so ging es nun in die höchste Instanz, vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Die Entscheidung soll noch am Nachmittag fallen.

UPDATE, 16.15 Uhr: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Klage des 43-jährigen Polizisten zurückgewiesen. Somit bleibt die Klage des Mannes in drei Instanzen erfolglos. 

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Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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