"Durst nach Frieden": Lichtfest im Schatten des Krieges in der Ukraine

Leipzig - Der 9. Oktober 1989 war der entscheidende Tag der Friedlichen Revolution in der DDR. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Sonntag in Leipzig dem Ring-Umzug der 70.000 gedacht. "Durst nach Frieden" ist heuer die Festveranstaltung in der Nikolaikirche überschrieben, die Ukrainer und Russen gleichsam einbezieht.

Zum Lichterfest im Mittelpunkt: die Nikolaikirche mit dem Leipziger Wende-Denkmal, der Nikolaisäule.
Zum Lichterfest im Mittelpunkt: die Nikolaikirche mit dem Leipziger Wende-Denkmal, der Nikolaisäule.  © epd/Peter Endig

Die Friedensgebete in der Nikolaikirche waren 1989 der Ausgangspunkt der Montag für Montag anschwellenden Demonstrationen in Leipzig, die letztlich die Herrschaft der SED beendeten.

Und wieder soll ein solches Friedensgebet Menschen in unsicherer Zeit Hoffnung und Mut geben. Unter dem Motto "Durst nach Frieden" werden am Sonntag nach Sachsen emigrierte Ukrainerinnen ihre Friedenssehnsucht zum Ausdruck bringen und so die Predigt der Berliner Gedächtniskirchen-Pfarrerin Kathrin Oxen (50) einleiten

Die traditionelle Rede zur Demokratie hält dann eine Russin - Dr. Irina Scherbakowa (73). Es wird erwartet, dass die Historikerin und Menschenrechtsaktivistin, die ebenfalls im Exil lebt, darin ihre Vision von einem friedlichen Zusammenleben der Völker beschreibt.

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Hernach wird Leipzigs Innenstadt zum Lichtfest im Schein zehntausender Kerze erleuchten.

Zündeten im vergangenen Jahr Kerzen beim Lichtfest an: Leipzigs OB Burkhard Jung (SPD), Sachsens MP Michael Kretschmer (CDU) und der ukrainische Ex-Boxer Vitali Klitschko, der 2021 Festredner war.
Zündeten im vergangenen Jahr Kerzen beim Lichtfest an: Leipzigs OB Burkhard Jung (SPD), Sachsens MP Michael Kretschmer (CDU) und der ukrainische Ex-Boxer Vitali Klitschko, der 2021 Festredner war.  © Jan Woitas/dpa

Kunstinstallationen gibt es dazu auf dem Augustplatz, dem Burgplatz und dem Richard-Wagner-Platz.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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