Einziger Corona-Überlebender aus Italien bedankt sich mit dieser ungewöhnlichen Geste in Leipzig

Leipzig - Felice Perani ist der einzige von vier an der Uniklinik Leipzig behandelten Covid-19-Patienten aus Bergamo in Italien, der die gefährliche Atemwegserkrankung überlebt hat. Nun hat er den Mitarbeitern des UKL einen besonderen Dank für deren großen Einsatz vorbeibringen lassen.

Fulvio Luraschi (l.) und Emilio Maino aus Bergamo am Ziel ihrer Reise: 1100 Kilometer radelten sie aus der Lombardei nach Leipzig.
Fulvio Luraschi (l.) und Emilio Maino aus Bergamo am Ziel ihrer Reise: 1100 Kilometer radelten sie aus der Lombardei nach Leipzig.  © Stefan Straube/UKL

Rund 1100 Kilometer sind Fulvio Luraschi und Emilio Maino mit dem Rad von Bergamo nach Leipzig gefahren. Innerhalb von lediglich elf Tagen absolvierten sie die lange Strecke, um den Mitarbeitern des UKL ein besonderes Geschenk zu überreichen: eine Plakette mit persönlichen Dankesworten von eben jenem Felice Perani. 

Perani war der erste Corona-Patient, der aus Italien zur Behandlung nach Deutschland kam. Am UKL gelang es den Ärzten nach mehrwöchigem Kampf, sein Leben zu retten, die Krankheit zu besiegen.

Von vier Italienern aus Bergamo überlebte Perani als einziger Patient. Längst ist er in seine Heimat, eine Kleinstadt nahe Bergamo, zurückgekehrt. 

Die Radler Luraschi und Maino kennen Perani gut und erklärten sich bereit, die Plakette und Grüße des Ex-Patienten nach Deutschland zu bringen. 

Plakette mit Worten des Dankes von Felice Perani.
Plakette mit Worten des Dankes von Felice Perani.  © Stefan Straube / UKL

Radler aus Bergamo statteten Uniklinik Leipzig einen Besuch ab

Am UKL wurden die Besucher aus Bergamo vom Vorstand Prof. Christoph Josten (l.), Prof. Sebastian Stehr (r.) und weiteren Mitarbeitern freundlich empfangen.
Am UKL wurden die Besucher aus Bergamo vom Vorstand Prof. Christoph Josten (l.), Prof. Sebastian Stehr (r.) und weiteren Mitarbeitern freundlich empfangen.  © Stefan Straube / UKL

Am Leipziger Universitätsklinikum, dem Ziel der Tour, wurden die Radfahrer von Professor Christoph Josten, Medizinischer Vorstand, Professor Sebastian Stehr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, sowie weiteren Mitarbeitern, die im März bei der Ankunft des Schwerstkranken auf dem Leipziger Flughafen dabei waren, mit großer Freude empfangen.

"Die Tour hätte im Auto oder im Zug nicht die gleiche Intensität gehabt wie auf dem Rad", erklärt Emilio Maino die Absicht der beiden. Im Namen von Felice Perani bedankten sich beide noch einmal für die umfassende Behandlung des damals an Covid-19 erkrankten Mannes aus der Lombardei.

Am Samstag dann reisten die Radler nach einem Stadtbummel wieder zurück nach Bergamo - diesmal dann aber doch mit dem Zug. 

Titelfoto: Stefan Straube/UKL

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