Entwarnung! Keine Fliegerbomben am Leipziger Hauptbahnhof gefunden

Leipzig - Am Dienstag stießen Bauarbeiter auf der Brandenburger Straße auf verdächtige Objekte in der Erde- mutmaßlich hätte es sich dabei um alte Fliegerbomben handeln können. Am Freitagmorgen wurde untersucht, ob eine Evakuierung von  circa 18.000 Menschen für eine Sprengung der alten Munition nötig sei. Am frühen Vormittag dann die Entwarnung: Im Erdreich verbargen sich nur alte Brunnenteile. 

Auf einer Baustelle nahe dem Hauptbahnhof wurden die Metallteile entdeckt.
Auf einer Baustelle nahe dem Hauptbahnhof wurden die Metallteile entdeckt.  © News5

Hätte sich der Fund tatsächlich als eine oder mehrere Fliegerbomben herausgestellt, wären circa 18.000 Menschen in einem Umkreis von 1000 Metern von einer Evakuierung betroffen gewesen. 

Seit Donnerstagabend hatte die Stadt Leipzig bereits Maßnahmen dazu getroffen, etwa eine Notunterkunft auf der Neuen Messe und Transportwege vorbereitet. Schulen und Kitas blieben im geplanten Sperrkreis vorsorglich geschlossen. 

Wie aufwendig und umständlich sich so eine Evakuierung darstellen kann, mussten zahlreiche Leipziger im Dezember letzten Jahres erfahren. Nach einem Bombenfund im Leipziger Norden mussten circa 10.000 Menschen evakuiert werden.

Nach wie vor steht das Bürgertelefon der Stadt am Freitag unter der Nummer 03411233333 bereit, um etwaige Fragen der Leipziger zu klären. 


UPDATE, 29. Mai, 21 Uhr: Die Feuerwehr Leipzig bedankt sich

Nach der großen Ungewissheit um die vermeintlichen Fliegerbomben und der dadurch drohenden Evakuierung bedankt sich die Feuerwehr Leipzig bei Twitter für das Engagement und Verständnis der Beteiligten.

UPDATE, 29. Mai, 11 Uhr: Feuerwehr Leipzig war auf Evakuierung vorbereitet

Wie die Feuerwehr Leipzig in einem Facebook-Post mitteilte, wären die Einsatzkräfte gut auf eine Evakuierung am Freitag vorbereitet gewesen. In der Neuen Messe standen Betten für 2000 Evakuierte bereits, außerdem Verpflegungstüten, über 100 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und ein ausgeklügeltes Transportkonzept der LVB. 

UPDATE, 29. Mai, 10 Uhr: Verkehr um Fundstelle wird im Laufe des Vormittags wieder freigegeben

Der Verkehr um die Brandenburger Straße soll laut Branddirektion Leipzig im Laufe des Vormittags wieder freigegeben werden. Gegen 8 Uhr hatten Spezialisten einer Bergungsfirma die Überreste einer alten Brunnenanlage in etwa fünf Metern Tiefe entdeckt. 

Seit 4.30 Uhr hatten Arbeiter sich schichtweise zu der Fundstelle vorgegraben, an der alte Kampfmittel vermutet worden waren. 

UPDATE, 29. Mai, 8.15 Uhr: Entwarnung! Verdächtige Objekte sind keine Fliegerbomben

Wie Stadtsprecher Mathias Hasberg am Freitagmorgen mitteilte, handelt es sich bei den verdächtigen Objekten in der Brandenburger Straße um alte Brunnenteile und einen Brunnendeckel. "Alle bisherigen Maßnahmen werden aufgehoben, die Erdwälle wieder abgetragen", so Hasberg. Eine Evakuierung der Leipziger Innenstadt sei deshalb nicht mehr nötig. 

Bei dem Fund im Erdreich handelt es sich um alte Brunnenteile.
Bei dem Fund im Erdreich handelt es sich um alte Brunnenteile.  © Silvio Bürger
Am Freitagmorgen wurde an der Brandenburger Straße nach den mutmaßlichen Bomben gebaggert.
Am Freitagmorgen wurde an der Brandenburger Straße nach den mutmaßlichen Bomben gebaggert.  © Silvio Bürger

UPDATE, 29. Mai, 6.30 Uhr: Arbeiten am Fundort laufen

Seit den frühen Morgenstunden am Freitag sind die Arbeiten auf der Baustelle am Leipziger Hauptbahnhof in vollem Gange. Nach Angaben der Stadt haben die Bagger bereits vier Meter tief gegraben. Bislang wurde nur etwas Metallschrott gefunden. 

Noch am Donnerstagabend wurden Container auf die Straße gestellt, um diese abzusperren, außerdem wurde neben dem Hauptbahnhof ein Erdwall aufgeschüttet. 

Neben dem Hauptbahnhof wurde ein Erdwall aufgeschüttet.
Neben dem Hauptbahnhof wurde ein Erdwall aufgeschüttet.  © Einsatzfahrten Leipzig
Seit der Nacht zum Freitag wird nach den mutmaßlichen Fliegerbomben gegraben.
Seit der Nacht zum Freitag wird nach den mutmaßlichen Fliegerbomben gegraben.  © Silvio Bürger
Container versperren die Straße.
Container versperren die Straße.  © Einsatzfahrten Leipzig

Update 28. Mai, 13.45 Uhr: Klarheit über möglichen Bombenfund am Freitag

Wie die Stadt Leipzig in einer Pressemeldung mitteilt, soll es spätestens Freitagfrüh Klarheit über eine mögliche Evakuierung geben. Demnach werden Spezialisten von Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst am Fundort den Boden ausheben und das Metall-Objekt untersuchen. 

Aktuell geht man davon aus, dass es sich tatsächlich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Ein Plan für die Evakuierung wurde bereits ausgearbeitet. 

"Die Bewohner im Umkreis von 1000 Meter zum Fundort werden gebeten, sich auf eine Evakuierung am Freitag vorzubereiten. Der Evakuierungsradius ist vorläufig und kann sich noch ändern", heißt es in der Pressemeldung.

Anwohner sollen, je nach Möglichkeit den Freitag außerhalb der Wohnung verbringen. Es wird zudem eine Notunterkunft auf der Neuen Messe geben sowie der Transport dorthin vorbereitet. Für weitere Informationen steht das Bürgertelefon der Stadt ab Freitag, 8 Uhr, unter der Nummer 0341/123-3333 bereit.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Webseite der Stadt Leipzig.

Diese Karte der Stadt Leipzig zeigt einen möglichen und vorläufigen 1000-Meter Sperrkreis um den Fundort.
Diese Karte der Stadt Leipzig zeigt einen möglichen und vorläufigen 1000-Meter Sperrkreis um den Fundort.  © Screenshot/ Stadt Leipzig
Am Donnerstag könnten mögliche Evakuierungsmaßnahmen bereits stattfinden.
Am Donnerstag könnten mögliche Evakuierungsmaßnahmen bereits stattfinden.  © News5

Im geplanten Sperrkreis sollen Schulen und Kitas vorsorglich am Freitag geschlossen bleiben.

Titelfoto: Silvio Bürger

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