Darf man eigentlich über Corona lachen?

Leipzig - Darf man eigentlich Witze über Corona machen? "Es lässt sich nicht verhindern", sagt Eva Ullmann (41) vom Deutschen Institut für Humor in Leipzig. Humor lasse sich schließlich schlecht verbieten. Und er tut der Seele gut. Die Humor-Expertin erklärt, warum.

Eva Ullmann ist Humor-Expterin.
Eva Ullmann ist Humor-Expterin.  © privat

Die Corona-Krise hinterlässt bei vielen Menschen Spuren auf der Seele. Es gibt aber Wege, seinen Ängsten zu begegnen. Einer davon ist es, die Situation mit Witz zu nehmen. 

"Humor hat diverse Aufgaben. Für mich persönlich dient er gerade in Zeiten von Corona vor allem als Ventilfunktion und hält mich davon ab, dass ich nicht wahnsinnig werde. Ich kriege Distanz zu der Krise - das macht es für mich erträglicher", erklärt die Expertin. 

Humor ist ihr täglich Brot. Eva Ullmann arbeitet seit vielen Jahren als Humortrainerin, Autorin und Rednerin. Aber auch einer Expertin in Sachen Witz kann das Lachen mal im Halse stecken bleiben. 

"Zu Beginn waren wir am Institut in einer Schockstarre", sagt Ullmann. Was man nun brauche: Hoffnung und Zuversicht. Und eben darum sei es so wichtig, eine gesunde Portion Humor an den Tag zu legen. "Das fing ja schon vor dem Lockdown an, mit Memes und Witzen über Klopapier, Hamsterkäufe und Nudeln", so Ullmann. "Humor erzeugt also nicht nur Distanz, sondern in einigen Fällen sogar ein Gemeinschaftsgefühl."

Irgendwann, da ist sich Ullmann sicher, werden wir also auf das Corona-Jahr 2020 zurückblicken und - vielleicht sogar gemeinsam - darüber lachen.

Titelfoto: privat

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