Fünf Millionen Euro! Chaos-Demo von Leipzig kommt uns teuer zu stehen

Leipzig - Freiheit hat ihren Preis, vor allem Demonstrationsfreiheit. Laut "Leipziger Volkszeitung" kostete die Demonstration von Corona-Leugnern und Maskenverweigerern am 7. November im Zentrum der Stadt rund fünf Millionen Euro.

Nach Auflösung der Demo durchbrachen Teilnehmer am Leipziger Hauptbahnhof Polizeiketten.
Nach Auflösung der Demo durchbrachen Teilnehmer am Leipziger Hauptbahnhof Polizeiketten.  © xcitepress

Das Blatt bezieht sich auf Schätzungen sowie Berechnungen von zwei Polizeigewerkschaften in Sachsen. Die beiden Verbände zogen auch das Sächsische Kostenverzeichnis zurate, in dem die gesetzlichen Verwaltungsgebühren für den Freistaat zusammengefasst sind.

Die meisten Kosten verursachte der Personalaufwand. 3200 Polizisten aus neun Bundesländern waren im Einsatz, von denen geschätzt 1000 in der Stadt übernachtet haben. Auch An- und Abfahrt kosteten.

Auch die Kritik an den Begleiterscheinungen der Demo reißt nicht ab. Das Netzwerk "Leipzig nimmt Platz" hat einen offenen Brief verfasst. Darin richten sie an den Leipziger Polizeipräsidenten Torsten Schultze (55) und an Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (46, Linke) einen Katalog von Fragen nach den lokalen Verantwortlichkeiten.

Moniert wird vor allem fehlender Schutz für die zahlreichen Gegendemonstrationen. Auch der fehlende Schutz von Journalisten wird thematisiert und kritisiert.

Heiko Rosenthal (46, Linke) und der Leipziger Polizeipräsident Torsten Schultze (55) stehen in der Kritik.
Heiko Rosenthal (46, Linke) und der Leipziger Polizeipräsident Torsten Schultze (55) stehen in der Kritik.  © Bildmontage Alexander Bischoff; Amac Garbe

Im Kern wird gefragt: "Warum waren weder Polizei noch Ordnungsamt Willens und in der Lage, die Regeln der Coronaschutzverordnung und die Versammlungsauflagen durchzusetzen?"

Titelfoto: xcitepress

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