Für bessere Arbeits-Bedingungen: Kita- und Hort-Personal streikt am Donnerstag

Leipzig - Am Donnerstag, dem 14. April wird in den Sozial- und Erziehungseinrichtungen der Stadt Leipzig gestreikt.

Am Donnerstag streiken die Kita- und Hort-Beschäftigten in Leipzig. (Symbolbild)
Am Donnerstag streiken die Kita- und Hort-Beschäftigten in Leipzig. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

"Nachdem auch die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst ohne Ergebnis geblieben war, werden die Arbeitskampf-Aktivitäten seitens der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ausgeweitet", hieß es in einer Mitteilung.

Ab 6 Uhr werden die Beschäftigten der Kitas und Horte der Stadt Leipzig, des Städtischen Eigenbetriebs Behindertenhilfe Leipzig (SEB) sowie der Kommunalen Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ) ihre Arbeit niederlegen.

Damit soll ein Zeichen gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in der Branche gesetzte werden. Auch ohne die zusätzlichen Belastungen der Pandemie sorgen die gestiegenen Anforderungen und der Fachkräftemangel für dauerhaften Stress.

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"Diese Arbeitsbedingungen machen krank und sind weder fair für die Beschäftigten noch für die Kinder und deren Eltern", sagte der Leipziger Bezirksgeschäftsführer Sebastian Viecenz.

Gewerkschaftssekretär Christian Keil fügte hinzu: "Die aktuelle Situation kann allzu häufig eher als Verwahrung statt Erziehung und Bildung beschrieben werden. Um den fachlichen und persönlichen Standards gerecht zu werden, braucht es verbindliche Regelungen zur Entlastung und mehr Fachkräfte."

Am Donnerstag versammelten sich Hunderte Menschen zum Warnstreik.
Am Donnerstag versammelten sich Hunderte Menschen zum Warnstreik.  © News5/Grube

Eltern sollen vorsorglich Alternativ-Betreuung organisieren

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, kann erst am Streiktag selbst abschließend entschieden werden, ob einzelne Einrichtungen ganz geschlossen bleiben müssen. "Gegebenenfalls könnten auch Einschränkungen bei den Öffnungszeiten oder der Zahl zu betreuender Kinder ausreichend sein", hieß es in der Mitteilung.

Erziehungsberechtigten wird empfohlen, vorsorglich alternative Betreuungsmöglichkeiten zu organisieren. Eine Notbetreuung sei nicht vorgesehen. Eine Liste aller vom Streik betroffenen Einrichtungen findet Ihr auf der >>>Website der Stadt.

Der Warnstreik beginnt gegen 10 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz. Danach führt ein Demo-Aufzug zum Neuen Rathaus und zurück.

Aktualisiert um 13.50 Uhr

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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