Gefälschte Impfpässe halten Leipziger Polizei auf Trab

Leipzig - Drei gefälschte Impfnachweise in zwei Tagen - das ist die traurige Bilanz im Zuständigkeitsbereich der Leipziger Polizei.

Einfach nur dreist: der Leipziger Polizei gingen drei Impf-Betrüger in zwei Tagen ins Netz. (Symbolbild)
Einfach nur dreist: der Leipziger Polizei gingen drei Impf-Betrüger in zwei Tagen ins Netz. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, flog der erste Betrug bereits am Montagnachmittag gegen 17.15 Uhr im Landkreis Leipzig auf.

Ein Wurzener Arzt habe die Polizei alarmiert, da "ein Arbeitgeber aus Lossatal bei ihm in der Praxis war und eine Kopie eines Ersatznachweises über eine vollständige Corona-Vakzination einer seiner Mitarbeiterinnen vorlegte", hieß es.

Wie die Fälschung erkannt wurde? Zwar seien ein vermeintlicher Stempel und eine Unterschrift des Mediziners auf dem Impfnachweis der 48 Jahre alten Mitarbeiterin zu sehen - der Arzt habe das Dokument jedoch nicht ausgestellt.

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Zu einem ähnlichen Fall kam es dann am Dienstagmittag gegen 13 Uhr im Leipziger Stadtteil Schönefeld-Ost: Bei einer Kontrolle in einem Restaurant habe ein angestellter Koch (34) seinen Impfpass vorgezeigt, die Beamten zweifelten laut Mitteilung allerdings an der Echtheit und überprüften den Nachweis.

Und tatsächlich: Auch im Impfausweis des 34-Jährigen seien Unterschrift und Stempel gefälscht worden - die angegebene Ärztin habe den Mann nicht geimpft.

Impfpass ohne Arztstempel

Besonders dreist war die Aktion einer 21-Jährigen am Dienstagabend in der Leipziger Innenstadt. Als sich die junge Frau gegen 18.15 Uhr in einer Apotheke am Brühl einen digitalen Impfpass habe ausstellen lassen wollen, sei der Pharmazeut skeptisch geworden und habe die Polizei informiert.

"Der Verdacht, dass es sich bei dem vorgezeigten Dokument um eine Fälschung handelt, erhärtete sich, als die Beamten dieses genauer prüften", hieß es weiter. Hier habe der Arztstempel gleich komplett gefehlt.

In allen drei Fällen wird nun wegen des Gebrauchs von unrichtigen Gesundheitszeugnissen ermittelt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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