Gefälschte Plakate, Mahnwache: Stadtrat berät über Klimanotstand

Leipzig - Bereits im Oktober 2019 wurde der Klimanotstand der Stadt Leipzig ausgerufen (TAG24 berichtete). Seitdem ist viel passiert - aber nicht genug, wie einige Klimaaktivisten finden. 

Plakate wie diese hängen im gesamten Stadtgebiet.
Plakate wie diese hängen im gesamten Stadtgebiet.  © Screenshot Twitter/ PrismaLE

Die drastisch klingende Maßnahme besagt, dass alle Entscheidungen der Stadt unter dem Aspekt des Klimaschutzes getroffen werden. Mit Ausrufung des Klimanotstandes erklärt die Verwaltung, dass es eine Klimakrise gibt und dass Maßnahmen ausgearbeitet werden, die zur Bekämpfung der globalen Erwärmung beitragen sollen.

Davon sei noch nicht viel zu sehen, finden einige Klimaaktivisten in Leipzig. So sind in der Nacht zum Donnerstag innerhalb des Stadtgebietes mehrere Plakate an Haltestellen aufgetaucht. 

Diese ahmen ein Werbeplakat nach, auf denen das Stadtwappen und wahlweise Oberbürgermeister Jung oder andere Politiker zu sehen sind. "Mit Symbolpolitik retten wir die Welt", heißt es hämisch auf einem der Plakate.

Wer hinter der Aktion steckt, ist noch nicht geklärt - die Stadt Leipzig will jedoch rechtlich dagegen vorgehen, wie sie auf Twitter verkündete. 

Am Donnerstag tagte der Stadtrat ein weiteres Mal und hielt auch eine "klimapolitische Stunde" ab, in der das weitere Vorgehen hin zur Klimaneutralität geplant werden solle. 

Vor dem Kongresscenter am Zoo, dem aktuellen Veranstaltungsort der Ratssitzungen, haben sich deshalb schon am Donnerstagmittag zahlreiche Aktivisten des BUND, Fridays For Future und weitere positioniert und machen auf ein bisher unzureichendes Vorgehen im Zusammenhang mit dem Klimanotstand aufmerksam. 

Titelfoto: Screenshot Twitter/ PrismaLE

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