Gegen die Kohle: Umweltaktivisten kleben sich an Leipziger SPD-Büro

Leipzig - Umweltaktivisten der Gruppe "Extinction Rebellion" haben am heutigen Mittwoch den Eingang zum SPD-Büro in Leipzig versperrt. Hintergrund der Aktion ist die geplante Verlängerung der Kohleverstromung.

Die Aktivisten klebten sich an das SPD-Bürogebäude.
Die Aktivisten klebten sich an das SPD-Bürogebäude.  © Facebook/Extinction Rebellion Leipzig

"In Zeiten der Klimakatastrophe ein Kohleeinstiegsgesetz zu erlassen ist purer Wahnsinn", verkündet die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite.

Durch das Gesetz, über das am Freitag im Bundestag entschieden wird, soll der Kohleausstieg bis aufs Jahr 2038 verschoben werden. 

Das würde es laut Extinction Rebellion unmöglich machen, den Klimawandel noch aufzuhalten. Durch die laufenden Kohlekraftwerke könnten die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht werden.

Um Aufmerksamkeit auf die ernste Thematik zu lenken und außerdem die SPD-Politikerin Daniela Kolbe damit zu erreichen, hat sich eine Gruppe von Aktivisten am Mittwoch vor dem Parteigebäude in Leipzig niedergelassen. 

Drei von ihnen klebten sich tatsächlich mit vollem Körpereinsatz und mit der Hilfe von Sekundenkleber an die Bürofassade.

Doch die Bemühungen scheinen zumindest zunächst umsonst gewesen sein: "Das Telefonat mit Daniela Kolbe war eine herbe Enttäuschung", so Extinction Rebellion. Die Politikerin habe angekündigt, am Freitag FÜR die Verlängerung des Kohlegesetzes zu stimmen. Doch so schnell will die Gruppe nicht aufgeben!

Die Aktivisten von Extinction Rebellion setzen sich für den Klimaschutz ein.
Die Aktivisten von Extinction Rebellion setzen sich für den Klimaschutz ein.  © Facebook/Extinction Rebellion Leipzig

Am 8. Juli hat Daniela Kolbe den Aktivisten ein weiteres Telefonat zugesprochen. Bis dahin will die Gruppe weiter daran arbeiten, die Politikerin in ihrer Meinung über das Gesetz umzustimmen.

Titelfoto: Facebook/Extinction Rebellion Leipzig

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0