Gegen hohe Mieten und Leerstand in Leipzig! Darum wurde am Samstag demonstriert

Leipzig - Ausgestattet mit Schildern mit Aufschriften wie "I love LWB - aber ohne jahrelangen Leerstand in Südvorstadt und Connewitz" zogen am gestrigen Samstag Demonstrierende durch Leipzigs Straßen. Es wurde für den "Housing Action Day" protestiert.

Am Samstag wurde unter anderem in Leipzig für den "Housing Action Day" demonstriert.
Am Samstag wurde unter anderem in Leipzig für den "Housing Action Day" demonstriert.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

In über 75 europäischen Städten wurde sich am Samstag lautstark für bezahlbares Wohnen und eine soziale Stadtentwicklung eingesetzt.

Die Demonstrierenden in Leipzig protestierten in mehreren kleinen Gruppen quer durch die Stadt verteilt vor allem gegen die Gentrifizierung und die damit verbundenen steigenden Mieten.

Auch die Grüne Fraktion der Messestadt unterstützte die Aktion. "Leipzig wächst weiter. Der anhaltende Boom hat aber besonders im Bereich Wohnen Schattenseiten", erklärt die Partei dazu in einem Facebook-Post.

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Es gäbe in Leipzig einige gravierende Probleme: "Steigende Mieten, Luxussanierungen, spekulativer Leerstand, zunehmend knapper Wohn- und Freiraum. Entwicklungen, die auf Kosten der Menschen gehen, die in dieser Stadt wohnen".

Um dem entgegenzuwirken, gingen die Menschen am Samstag auf die Straße. Nach Angaben der Polizei verliefen alle Demonstrationen im Leipziger Stadtgebiet friedlich und störungsfrei.

Am Connewitzer Kreuz versammelten sich am Samstag zahlreiche Demonstrierende.
Am Connewitzer Kreuz versammelten sich am Samstag zahlreiche Demonstrierende.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Der Protest war besonders an die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) gerichtet. Die Demonstrierenden wünschen sich eine konstruktive Zusammenarbeit, bei der auch die Bürger zu Wort kommen.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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