George-Floyd-Demo in Leipzig: 15.000 Teilnehmer setzen Zeichen gegen Rassismus

Leipzig - Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd (†46) sind am Sonntag nun auch in Leipzig Demonstranten gegen rassistische Strukturen und Polizeigewalt auf sie Straße gegangen.

Vom Willy-Brandt-Platz aus startete die Demo.
Vom Willy-Brandt-Platz aus startete die Demo.  © Silvio Bürger

Die Demo mit dem Motto "Black Lives Matter - No justice no peace" startete um 13 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz gegenüber des Hauptbahnhofs und führte durch die Innenstadt und den Markt bis hin zum Bundesverwaltungsgericht.

Als Veranstalter trat die Migrantifa Leipzig, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Leipzig) und die Bpoc Hochschulgruppe Leipzig auf.

Die Demo war zuvor mit etwa 1000 Teilnehmern beim Ordnungsamt angemeldet worden - die Zahl wurde jedoch bei weitem übertroffen.

Aktuelle Informationen folgen im Laufe des Sonntagnachmittags. Schätzungsweise sollen  aber 11.000 bis 14.000 Leute vor Ort gewesen sein. 

Mit Transparenten und Mundschutz zogen die Demonstranten über den Markt und wurden von den Veranstaltern auch auf den zwecks der Corona-Sicherheitsmaßnahmen nötigen Mindestabstand hingewiesen.

George Floyd war am 25. Mai in Minneapolis gestorben - ein weißer Polizist hatte mehrere Minuten lang auf dem Nacken des unbewaffneten und fixierten Mannes gekniet. Seither waren nicht nur in den USA, sondern weltweit Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus und Diskriminierung zu protestieren (TAG24 berichtete).

Auf dem Marktplatz machte der Demozug für einige Minuten Pause.
Auf dem Marktplatz machte der Demozug für einige Minuten Pause.  © Anna Gumbert
Vom alten Astoria-Hotel hing ein Transparent mit der Aufschrift "Black Lives Matter".
Vom alten Astoria-Hotel hing ein Transparent mit der Aufschrift "Black Lives Matter".  © Silvio Bürger
Mehr oder weniger hielten sich die Demonstranten an den Mindestabstand.
Mehr oder weniger hielten sich die Demonstranten an den Mindestabstand.  © Anna Gumbert

UPDATE, 20 Uhr: 

Wie die Leipziger Polizei mitteilte, waren insgesamt 15.000 Demonstranten an der "Black Lives Matter"-Demo beteiligt. Zwischenzeitlich wurde der innere Stadtring deshalb zwischen dem Halleschen Tor und Georgiring gesperrt. Am Zwischenkundgebungsort, dem Markt, stauten sich die Demonstranten bis weit ins Salzgässchen hinein. Gegen 18.20 Uhr endete die Versammlung vor dem Bundesverwaltungsgericht. 

Der Protest blieb bis zuletzt friedlich und ohne weitere Vorkommnisse. 

Titelfoto: Silvio Bürger

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