Weggeworfen wie Müll: Osterlämmer im Wald entsorgt

Grimma - Man hat sie einfach weggeworfen wie Müll: Bei Grimma haben Spaziergänger rund 30 tote Lämmer am Rande eines Waldweges entdeckt (TAG24 berichtete). Die Polizei ermittelt.

Pures Entsetzen ist den Grimmaer Feuerwehrleuten in die Gesichter geschrieben, als sie die Säcke mit den toten Lämmern betrachten.
Pures Entsetzen ist den Grimmaer Feuerwehrleuten in die Gesichter geschrieben, als sie die Säcke mit den toten Lämmern betrachten.  © Frank Schmidt

Gegen 19 Uhr rief eine Frau den Notruf, weil entlang ihrer bei Grimma gelegenen Spazierstrecke zahlreiche blaue Müllsäcke lagen, über denen Schwärme von Fliegen kreisten. Wenig später legten Feuerwehrleute eine ungeheuerliche Sauerei frei. 

"In den Säcken lagen tote Lämmer“, berichtete Polizei-Sprecherin Mandy Heimann.

Die Ermittler haben einen schlimmen Verdacht. Kurz vor Ostern hatte sich der Sächsische Schaf- und Ziegenzuchtverband darüber beklagt, dass viele Schafzüchter wegen der Corona-Krise ihre Lämmer nicht loskriegen würden. Denn die Gaststätten, die zu Ostern traditionell Lamm servieren, haben geschlossen. 

Verbandschef Detlef Rohmann sprach von "großen Schwierigkeiten“. Da durch das Überangebot an Lammfleisch auch die Aufkaufspreise im Großhandel in den Keller rauschten und sich die Aufzucht zu vieler Lämmer für die Züchter nicht rentiert, hat sich ein Schafhalter hier vermutlich seines "Problems“ entledigt.

Große Schweinerei: Wie Müll wurden die toten Tiere am Waldweg entsorgt.
Große Schweinerei: Wie Müll wurden die toten Tiere am Waldweg entsorgt.  © Frank Schmidt

Die Kadaver blieben am Donnerstagabend zunächst am Waldrand liegen, da die Stadt Grimma die Zuständigkeit für die Entsorgung ablehnte. Jetzt liegt die Verantwortung beim Landkreis.

Titelfoto: Frank Schmidt

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