Großalarm im September: Am "Warntag" heulen überall in Sachsen die Sirenen

Leipzig - Am 10. September, 11 Uhr, heulen und piepen im ganzen Lande die Sirenen, Radio- und TV-Sender unterbrechen ihre Programme. Gefahrenalarm auf allen Kanälen! Mit dem erstmals veranstalteten „Warntag“ will die Regierung die Bevölkerung für den Ernstfall sensibilisieren.

So sehen moderne Dach-Sirenen zur Gefahrenwarnung heute aus.
So sehen moderne Dach-Sirenen zur Gefahrenwarnung heute aus.  © imago/Mario Hösel

Wenn die Dach-Sirenen schrillen, dann werden die meisten Menschen an die Alarmierung der Feuerwehr oder einen Probelauf denken. 

Dass es aber unterschiedliche Signale gibt, etwa ein im Fünf-Sekunden-Rhythmus auf- und abschwellender Ton eine Gefahrenwarnung für die Bevölkerung ist, werden die wenigsten wissen. 

Geschweige denn, wie man sich dann verhalten soll. Deshalb beschlossen die deutschen Innenminister im vergangenen Jahr, dass ab 2020 an jedem zweiten Donnerstag im September ein "Warntag" stattfinden soll. 

Dann werden nicht nur überall die Sirenen aufheulen, sondern auch sämtliche Warn-Apps auf dem Handy (Wetter, Naturgefahren, Verkehr, Seuchen) Alarm schlagen. Auf digitalen Werbetafeln und im Rundfunk wird es Gefahrenwarnungen geben. 

"Mit dem Warntag wollen wir die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land für die unterschiedlichen Systeme und die Bedeutung einer Gefahrenwarnung sensibilisieren", erklärt Thomas Rechentin vom sächsischen Innenministerium. 

Auch die Warnung vor akuter Hochwassergefahr - im Foto die 2013 überschwemmte Innenstadt von Grimma - soll geprobt werden.
Auch die Warnung vor akuter Hochwassergefahr - im Foto die 2013 überschwemmte Innenstadt von Grimma - soll geprobt werden.  © Jens Wolf/dpa

Gleichzeitig diene die Aktion dazu, die technischen Systeme zu testen. 

Titelfoto: imago/Mario Hösel

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