1300 Polizisten bei Drogen-Razzien in Leipzig und Dresden im Einsatz

Dresden/Leipzig - Das Landeskriminalamt Sachsen hat am Mittwochmorgen eine großangelegte Razzia in Dresden und Leipzig gestartet.

Im Einsatz sind unter anderem Spezialeinheiten der Polizei und die Bundespolizei.
Im Einsatz sind unter anderem Spezialeinheiten der Polizei und die Bundespolizei.

Hunderte Polizeibeamte durchsuchten zahlreiche Gebäude wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, sagte Polizeisprecher Tom Bernhardt am Mittwochmorgen.

Auch außerhalb der zwei Städte gebe es einzelne Durchsuchungen, Angaben zu den Standorten wollte die Polizei zunächst nicht machen.

UPDATE, 8 Uhr: Einsatzkräfte im Leipziger Osten unterwegs

Mehrere Objekte wurden am Mittwochmorgen durchsucht.
Mehrere Objekte wurden am Mittwochmorgen durchsucht.

Wie das LKA am Mittwochvormittag berichtete, sei die Razzia auf gemeinsame Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in Dresden und Leipzig, der Gemeinsamen Ermittlungsgruppen Rauschgift, der Zollfahndung, des LKA selbst und den örtlichen Kriminalpolizeiinspektionen vom Sommer 2020 zurückzuführen.

"Im Verlauf der Ermittlungen konnten mehrere Tatverdächtige bekannt gemacht und Strukturen auf dem Gebiet des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln aufgedeckt werden", hieß es in einer Mitteilung des LKA.

So wurden am Mittwoch Wohnungen und andere Objekte durchsucht, bestehende Haftbefehle vollstreckt, Vermögenswerte gesichert und Beweismittel sichergestellt.

An mehreren Objekten kamen Spezialeinheiten der Polizei zum Einsatz, welche durch entsprechende Kräfte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei unterstützt wurden.

In Leipzig konzentrierte sich die Razzia unter anderem auf den Osten der Stadt: Einsatzkräfte waren beispielsweise in der Hildegardstraße, der Idastraße und der Torgauer Straße unterwegs.

Auch ein Objekt in der Kohlgartenstraße in Leipzig wurde durchsucht.
Auch ein Objekt in der Kohlgartenstraße in Leipzig wurde durchsucht.
In Dresden wurde am Mittwoch im Zuge der Razzia ein Auto abgeschleppt.
In Dresden wurde am Mittwoch im Zuge der Razzia ein Auto abgeschleppt.  © Tino Plunert/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 9.30 Uhr: Insgesamt 1300 Polizeibeamte im Einsatz

Bei den Razzien in Dresden und Leipzig waren am Mittwoch insgesamt 1300 Polizeikräfte im Einsatz, so Petric Kleine (58), Chef des Landeskriminalamtes Sachsens. Darunter seien sechs Spezialeinheiten der Polizei gewesen, unter anderem die GSG 9-Einheit der Bundespolizei. Im Laufe des Tages sollten je 25 Objekte in Leipzig und Dresden untersucht werden, außerdem Gebäude in Thüringen, Berlin und an Sachsen angrenzende Bundesländer.

Mit Stand von Mittwoch, 9 Uhr wurden bislang 11 Personen festgenommen, für die bereits ein Haftbefehl ausgeschrieben worden war. Zahlreiche weitere Beschuldigte aller möglicher Nationen wurden überprüft.

"Wir führen einen komplexen Schlag gegen Händlerstrukturen des Rauschgiftmilieus in ganz Sachsen durch", so LKA-Chef Kleine über den Einsatz.

UPDATE, 14.30 Uhr: 11 Festnahmen und 50 Durchsuchungsbeschlüsse

Am Mittwochnachmittag gab es erste Ergebnisse der Polizei zu den Razzien. Seit den frühen Morgenstunden wurden 50 Durchsuchungsbeschlüsse und 11 Arrestbeschlüsse umgesetzt. 11 Beschuldigte wurden aufgrund vorliegender Haftbefehle festgenommen, fünf in Dresden, fünf in Leipzig und einer in Berlin. Dabei handelt es sich um Männer im Alter von 25 bis 41 Jahren. Sieben Festgenommene haben die deutsche Staatsbürgerschaft, zwei die ukrainische, einer die irakische und einer ist deutsch/irakischer Staatsbürger.

Neben Betäubungsmitteln wurden unter anderem auch Bargeld, Fahrzeuge und eine Yacht von den Einsatzkräften gesichert. Die Maßnahmen und die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Montage: Tino Plunert/dpa-Zentralbild/dpa, Silvio Bürger

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