Illegale Party mit 22 Leuten in Leipzig: Gast greift Polizisten an, dann wird es richtig dreist

Leipzig - Mitten in der Corona-Pandemie haben am Wochenende 22 Leute im Leipziger Waldstraßenviertel eine Geburtstagsparty gefeiert. Die Polizei musste gleich drei Mal ausrücken.

Am Wochenende mussten Leipziger Polizeibeamte gleich drei Mal in die Leipziger Waldstraße ausrücken. (Symbolbild)
Am Wochenende mussten Leipziger Polizeibeamte gleich drei Mal in die Leipziger Waldstraße ausrücken. (Symbolbild)  © 123rf/Hunter Bliss

Wie die Polizei Leipzig am Montag mitteilte, seien die Beamten in der Nacht zum Samstag gegen 0.10 Uhr über die Party in einer Ferienwohnung auf der Waldstraße informiert worden.

Demnach habe der 19-jährige Mieter den eingesetzten Polizisten erklärt, dass gerade der Geburtstag eines Freundes gefeiert werde - und zwar mit 22 Gästen!

Die Konsequenz: Alle Beteiligten wurden wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung angezeigt und nach Hause geschickt.

Das schien einem 20-Jährigen aber so gar nicht zu passen: Er habe einen Polizeibeamten geschubst. Der Angreifer muss sich also zusätzlich noch auf eine Ermittlung wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte einstellen.

Doch mit dem ersten Einsatz der Beamten war es nicht getan: "Wenig später wurde erneut mitgeteilt, dass einige Personen in die Ferienwohnung zurückgekehrt seien", so die Polizei. Und tatsächlich - 13 Leute hatten wohl einfach weiter gefeiert. Ein 19-Jähriger habe zudem versucht abzuhauen, konnte jedoch gestellt werden.

Für die Feierwütigen gab's eine weitere Anzeige und einen Platzverweis dazu.

Einsatz Nummer drei folgte am Samstagnachmittag

Für zwei 19-Jährige war dann offenbar trotzdem noch nicht Schluss: Am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr wurden die Beamten wieder alarmiert.

"Die Personen wurden abermals des Platzes verwiesen. Einer der Tatverdächtigen musste in Gewahrsam genommen werden, da er dem Platzverweis keine Folge leistete", heißt es in der Mittelung weiter.

Vor Ort habe die Polizei zudem zerstörte Möbel und Wasser in der untere Etage vorgefunden. Sachschaden: Etwa 6000 Euro.

Die beiden 19-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Titelfoto: 123rf/Hunter Bliss

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