"Sicherer Hafen": Leipzig möchte mehr aus Seenot gerettete Menschen aufnehmen

Leipzig - Am Mittwoch wurde im Leipziger Stadtrat beschlossen, dass die Messestadt dem Bündnis "Städte sicherer Häfen" beitritt. 

Ein Rettungsboot der "Mission Lifeline".
Ein Rettungsboot der "Mission Lifeline".  © Johannes Filous/dpa

Zu dem Bündnis gehören bislang mehrere deutsche Kommunen und auch größere Städte wie Mainz, Wiesbaden, Hannover und Kiel. Diese haben sich dazu bereit erklären, mehr aus Seenot gerettete Menschen aufzunehmen, zusätzlich zu den nach dem Königsteiner Schlüssel verteilten Geflüchteten.

Laut der Linksfraktion sei ein solcher Beschluss nur folgerichtig, da sich die Stadt Leipzig bereits vor eineinhalb Jahren zum "sicheren Hafen" erklärt hatte. Zustimmung gab es von Seiten der SPD und der Grünen. 

"Als europäische Städte verteidigen wir die europäischen Werte", machte sich unter anderem Grünen-Stadträtin Katharina Krefft für den Beschluss stark. 

Die Verwaltungsvorlage bekam Gegenwind von der CDU und AfD. "Sie löst kein Problem, sondern soll nur das eigene Gewissen beruhigen", so CDU-Stadtrat Michael Weickert. Außerdem sei die Stadt Leipzig zur Neutralität aufgerufen, befand Roland Ulbrich von der AfD-Fraktion. 

Mit einer knappen Mehrheit von 29:27 Stimmen ging der Beschluss bei der Ratsversammlung schließlich durch. Auch verpflichtete sich die Stadt Leipzig für einen Spendenaufruf für die Organisation "Mission Lifeline". 

Titelfoto: Johannes Filous/dpa

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