Knapp eine Million vom Ehemann gestohlen: Urteil gegen ehemalige Arztgattin rechtskräftig

Leipzig/Magdeburg - Die Verurteilung einer ehemaligen Arztgattin wegen der Veruntreuung von insgesamt fast einer Million Euro zu einer mehrjährigen Haftstrafe durch das Magdeburger Landgericht hat Bestand. 

Der in Leipzig ansässige 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Freiheitsstrafe bestätigt.
Der in Leipzig ansässige 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat die Freiheitsstrafe bestätigt.  © Ralf Seegers

Der in Leipzig ansässige 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs habe die Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten bestätigt, teilte das Landgericht am Dienstag mit. Damit sei das Urteil gegen die Frau weitgehend rechtskräftig.

Noch einmal muss sich das Landgericht aber mit der Frage beschäftigen, ob die Frau von dem Geld auch Schulden ihres Mannes bezahlt hat. 

In diesem Punkt wehrte sich die Angeklagte mit ihrer Revision gegen das Magdeburger Urteil zunächst erfolgreich gegen die Zahlung von 800.000 Euro als sogenannten Wertersatz.

Das Landgericht Magdeburg hatte die 41-Jährige wegen Betruges, Computerbetruges und Urkundenfälschung in insgesamt 37 Fällen verurteilt. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie das Geld zwischen März 2015 und August 2018 in Teilbeträgen vom Konto ihres damaligen ahnungslosen Ehemannes auf ihres überwiesen und ausgegeben hatte.

Mit dem Geld des seit 2015 nicht mehr praktizierenden Mediziners (62), den sie 2012 kennenlernte und mit dem sie zwei Töchter hat, habe sie vor allem ihren ausschweifenden Lebensstil finanziert.

Titelfoto: Ralf Seegers

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