74 Filme, Osteuropa, Nachwuchspreis: Das erwartet Euch in diesem Jahr bei der Dok Leipzig

Leipzig - Mit insgesamt 74 Dokumentar- und Animationsfilmen aus aller Welt bietet das Leipziger Filmfestival Dok auch in diesem Jahr ein internationales Programm. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer kämen jedoch vor allem wegen der Filme aus Mittel- und Osteuropa. Deshalb will das Festival seinen Schwerpunkt in dieser Region stärken.

Vom 17. bis 23. Oktober feiert Leipzig auch in diesem Jahr sein Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (Dok). 74 Filme werden dabei gezeigt.
Vom 17. bis 23. Oktober feiert Leipzig auch in diesem Jahr sein Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (Dok). 74 Filme werden dabei gezeigt.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Zum 65. Mal wird am Montag das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (Dok) eröffnet. Innerhalb von sieben Tagen werden Zuschauerinnen und Zuschauern insgesamt 74 Filme und ein Programmschwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa geboten.

Die Vorstellungen sind zwischen dem 17. und dem 23. Oktober an unterschiedlichen Orten der Messestadt geplant. Unter anderem wird der Film "No Dogs or Italians Allowed" des französischen Regisseurs und Drehbuchautors Alain Ughetto zur Eröffnung des Festivals in der Osthalle des Hauptbahnhofs gezeigt.

Darüber hinaus stehen viele weitere internationale Produktionen, unter anderem aus Argentinien, Kanada, den Philippinen und dem Libanon, auf dem Dok-Programm.

Neben Osteuropa auch Filme aus der eigenen Region

Besondere Werke werden auch in diesem Jahr mit silbernen und goldenen Tauben ausgezeichnet. Erstmal dabei: Ein Preis für eine Nachwuchsregisseurin oder einen Nachwuchsregisseur.
Besondere Werke werden auch in diesem Jahr mit silbernen und goldenen Tauben ausgezeichnet. Erstmal dabei: Ein Preis für eine Nachwuchsregisseurin oder einen Nachwuchsregisseur.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Auch russischen Filmemacherinnen und Filmemachern bereitet das Festival eine Bühne. So wird der Film "Dragzina" von Nikita Shokhov und Masha Vorslav als Teil einer Ausstellung im Leipziger Museum für bildende Künste gezeigt. Darin wird thematisiert, wie die russische LGBTIQ-Szene - also Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans- oder intersexuell bezeichnen - auf ein zunehmend feindliches Klima innerhalb der Gesellschaft trifft.

Neben Filmen aus der Ferne werden auf der Dok, die als eines der größten Dokumentarfilmfestivals in Europa gilt, auch Filme gezeigt, die unweit des Veranstaltungsortes in Sachsen produziert wurden. So läuft der Film "Biegen und Brechen" von Falk Schuster und Mike Plitt einen Tag nach der Eröffnung des Festivals als Weltpremiere. Im Mittelpunkt steht das Schicksal eines zu DDR-Zeiten in einem Umerziehungsheim nahe Leipzig aufgewachsenen Kindes.

Zum Ende des Festivals sollen auch in diesem Jahr besondere Werke mit silbernen und goldenen Tauben ausgezeichnet werden. Ausgetragen werden verschiedene Wettbewerbe, unter anderem der Internationale und Deutsche Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilme.

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Zum ersten Mal in diesem Jahr soll auch eine Nachwuchsregisseurin oder ein Nachwuchsregisseur eine silberne Taube erhalten.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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