Stadt veröffentlicht Bericht: So leben queere Menschen in Leipzig

Leipzig - Anlässlich des baldigen Internationalen Tages gegen Homo-, Trans- und Interfeindlichkeit (IDAHIT*) am 17. Mai veröffentlichte das Rathaus Leipzig einen Bericht, der über das Leben von Homo-, bi-, inter- und transsexuelle Menschen in der Messestadt informiert.

Unter der Abkürzung LSBTIQ versteht man die Zusammenfassung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen.
Unter der Abkürzung LSBTIQ versteht man die Zusammenfassung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Den Angaben der Stadt nach gab es 2021 insgesamt 86 gleichgeschlechtliche Eheschließungen, was 4,74 Prozent aller Hochzeiten in selbem Jahr ausmacht.

Davon waren 46 männlich und 40 weiblich. Nach der Verabschiedung des Gesetzes für die "Ehe für alle" war das Jahr 2018 zuletzt ein Rekord gewesen - damals hatten sich insgesamt 314 Paare getraut.

Neben dem Thema "Heiraten" beschäftigte sich der Bericht auch mit der Erfassung Vorurteils-/hassmotivierter Straftaten gegenüber queeren Menschen. So hatte es 2021 zwölf Fälle von Beleidigung, zwei Nötigungen und zwei vorsätzliche Körperverletzungen gegenüber LSBTIQ- Menschen in Leipzig gegeben.

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2021 wurde zudem eine Ansprechstelle für LSBTIQ bei der Staatsanwaltschaft geschaffen, da Studien zufolge weniger Straftaten gegen queere Menschen angezeigt werden - unter anderem aus mangelndem Vertrauen gegenüber den Justizbehörden.

Infos wie diese und mehr wird Oberbürgermeister Burkhard Jung (64, SPD) in der Ratssitzung im Mai vortragen, um auf die Diskriminierung von queeren Menschen in Leipzig aufmerksam zu machen.

"Leipzig hat den Anspruch ein Ort der Vielfalt zu sein, wo jeglicher Form von Ausgrenzung, Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegengewirkt wird", stellte Sozialbürgermeister Thomas Fabian klar.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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