Blasensprung am Strand! Dann ging es für Sophie (18) aus Leipzig ganz schnell

Stralsund/Leipzig - In Zeiten der Corona-Pandemie machen in diesem Jahr viele Deutsche Urlaub im eigenen Land. Auch Sophie Dörschmann aus Leipzig verbrachte ein paar Tage an der Ostsee, um sich entspannt auf die Geburt ihres ersten Kindes vorzubereiten. Doch dann kam für die 18-Jährige plötzlich alles ganz anders.

Am Strand von Zingst setzte plötzlich der Blasensprung der 18-Jährigen ein.
Am Strand von Zingst setzte plötzlich der Blasensprung der 18-Jährigen ein.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schon viele Jahre verbringt Sophie Dörschmann ihren Urlaub im Ostseeheilbad Zingst, einem beliebten Ziel der Deutschen. 

Die hochschwangere 18-Jährige wollte die letzten Tage vor der Geburt ihres ersten Kindes wieder im hohen Norden verbringen, entspannen und die Seele baumeln lassen. Dann sollte es zurück nach Sachsen gehen - eigentlich VOR der Entbindung.

Doch daraus wurde nichts, wie aus einer Mitteilung des Helios Hanseklinikums Stralsund hervorgeht.

Am Dienstagnachmittag setzte bei der angehenden Altenpflegerin plötzlich der Blasensprung ein - mitten am Zingster Strand!

"Ich war total überrascht, dass es so schnell losging. Aber ich bin überglücklich", erzählt die junge Frau, die jetzt ihr erstes Kind in den Armen halten kann. 

Umgehend nach dem Blasensprung wurde Sophie ins Helios Hanseklinikum Stralsund gebracht. Immerhin knapp 50 Kilometer ist das entfernt. Doch ihr Nachwuchs wollte auf der Fahrt noch nicht das Licht der Welt erblicken. 

Acht Stunden nach dem Vorfall wurde dann um 23.53 Uhr ein kerngesunder Junge geboren. Mika kam elf Tage vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt, wog 2400 Gramm und war 46 Zentimeter groß. Mama und Söhnchen sind wohlauf. 

Am Abend nach der Geburt konnte Sophie das Krankenhaus schon wieder verlassen. Ihren Urlaub hat sie übrigens nicht abgebrochen, bleibt noch bis zum Wochenende an der Ostsee. Ihre Mama, Oma und eine Freundin sind mittlerweile auch in Stralsund eingetroffen und unterstützen die 18-Jährige jetzt tatkräftig. 

Besonderes Jubiläum fürs Krankenhaus

Nicht nur der ungewöhnliche Ort ihres Blasensprungs ist bemerkenswert. Der kleine Mika war zugleich das 500. Kind, das 2020 in Stralsund geboren wurde - tolles Jubiläum!

Laut Hanseklinikum wurden in den vergangenen Wochen etwa 20 Babys pro Woche geboren - eine überdurchschnittlich geburtenreiche Zeit. Im Vergleich zum Vorjahr kamen in dem Krankenhaus aktuell schon 40 Säuglinge mehr zur Welt.

Titelfoto: Bildmontage: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa, Helios Hanseklinikum Stralsund

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