Hochrisiko-Schwangerschaft mit Happy End: Frau mit Spenderherz entbindet in der Uniklinik

Leipzig - In der Uniklinik in Leipzig kam am 2. Dezember das erste Kind einer herztransplantierten Mutter auf die Welt.

Die überglückliche Mutter samt ihres Experten-Teams am UKL.
Die überglückliche Mutter samt ihres Experten-Teams am UKL.  © Stefan Straube / UKL

Der Spross heißt Milano Brian und wurde in der vergangenen Woche von seiner Mutter Katharina Völker auf natürlichem Wege auf die Welt gebracht.

Schwangerschaften nach Herztransplantation sind laut dem UKL extrem selten und gelten wegen zahlreicher Risiken für Mutter und Fötus als Hochrisikoschwangerschaft. "Das ist schon alles sehr spezifisch bei mir, das ist mir bewusst", so Katharina Völker, die allen Beteiligten am UKL dankbar ist.

2017 hatte die 36-Jährige ein Spenderherz transplantiert bekommen, nachdem sie nach der Geburt ihres vierten Kindes an einer schweren Herzschwäche erkrankt war. Danach war Katharina in Betreuung des Herzzentrums in Leipzig.

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Als die Entscheidung für ein weiteres Kind gefallen war, wurde sie dort ausführlich beraten. "Ich wurde auf die Risikoschwangerschaft hingewiesen, mir wurde gleichzeitig aber immer viel Mut gemacht", berichtete die Fünffach-Mama.

Nach vielen engmaschigen Kontrollen wurde die 36-Jährige bereits einige Tage früher wie üblich vor der Geburt stationär aufgenommen. Die Geburt verlief problemlos, am vergangenen Wochenende konnte die Familie das UKL bereits wieder verlassen.

Die Gedanken von Katharina Völker sind auch bei ihrer völlig unbekannten Organspenderin. "Soweit ich es weiß, war es eine verunglückte junge Frau in den 20ern", sagte Völker. "Irgendwie hat auch sie ein wenig dieses Kind bekommen. Diese Frau hatte ja vielleicht nie eine Chance gehabt."

Titelfoto: Stefan Straube / UKL

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