Leipzig plant Ausstellung zur Geschichte der Musikstadt in der NS-Zeit

Leipzig - Das Stadtmuseum Leipzig plant 2022 eine Ausstellung, die sich mit der Musikgeschichte der Stadt in der Nazi-Zeit auseinandersetzt.

Ein Relief des in den 1930ern geplanten Wagner-Denkmals.
Ein Relief des in den 1930ern geplanten Wagner-Denkmals.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Damals habe es einen Kulturbruch in der Musikstadt gegeben, sagte Museumsdirektor Anselm Hartinger.

Als ein zentrales Element für diese Schau hat das Museum ein Original-Relief eines nie realisierten Denkmals für den Komponisten Richard Wagner (1813-1883) angekauft.

Wagner wurde in Leipzig geboren. Die Pläne für das monumentale Denkmal entwarf der Stuttgarter Bildhauer Emil Hipp Anfang der 1930er Jahre. Adolf Hitler kam 1934 zur Grundsteinlegung für dieses "Nationaldenkmal des Deutschen Volkes". Das Relief solle "als Dokument der nationalsozialistischen Überhöhung des Wagner-Mythos gezeigt werden", sagte Museumsdirektor Anselm Hartinger.

Als zweites prägendes Ereignis solle der Abriss eines Denkmals für den jüdischstämmigen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy 1936 thematisiert werden.

Das geplante Wagner-Denkmal und der Abriss des Mendelssohn-Denkmals ergäben ein starkes Bild, an dem man den Kulturbruch in der Musikgeschichte Leipzigs zur NS-Zeit zeigen könne, sagte Hartinger.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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