Leipziger Oper plant Spielzeit nach Corona-Pause: "Das haben wir noch nicht erlebt"

Leipzig - Nach monatelanger Schließung wegen der Corona-Pandemie plant die Leipziger Oper ihre neue Spielzeit, in der das Werk Richard Wagners im Mittelpunkt stehen soll.

Nach der monatelangen Corona-Pause plant die Leipziger Oper die neue Spielzeit, in der das Werk Richard Wagners im Mittelpunkt stehen soll.
Nach der monatelangen Corona-Pause plant die Leipziger Oper die neue Spielzeit, in der das Werk Richard Wagners im Mittelpunkt stehen soll.  © Kirsten Nijhof/Oper Leipzig

Alle 13 Bühnenwerke des Komponisten sollen im Rahmen der Festtage "Wagner 22" aufgeführt werden, wie Intendant Ulf Schirmer (62) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz sagte. "Die Nachfrage ist bislang überwältigend. Das haben wir in diesen Jahren noch nicht erlebt."

Für Schirmer, der seit 2011 als Intendant die Leipziger Oper prägte, ist es die letzte Saison. In den kommenden Monaten soll es einen geordneten Übergang mit seinem Nachfolger Tobias Wolff geben, der ab der Saison 2022/23 übernimmt.

Die Wagner-Festtage sind für die Oper zugleich Höhepunkt und Abschluss der kommenden Spielzeit. Geplant ist, dass zwei Wagner-Opern als Open-Air-Veranstaltungen auf dem Augustusplatz übertragen werden.

Leipzig: Eltern haben Jobs, Kinder auf Gymnasium! Sachsen will diese Familie nach elf Jahren abschieben
Leipzig Eltern haben Jobs, Kinder auf Gymnasium! Sachsen will diese Familie nach elf Jahren abschieben

"Das soll den Volksfest-Charakter widerspiegeln, den Wagner in seinem Denken durchaus angestrebt hat", sagte Schirmer.

Neben zwei Wagner-Premieren steht eine Erstaufführung von Carl Nielsens komischer Oper "Maskarade" an. Außerdem wird die Premiere von Viktor Ullmanns (†46) Bühnenweihefestspiel "Der Sturz des Antichrist" nachgeholt.

Diese war als Leipziger Beitrag zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz geplant, musste coronabedingt aber verschoben werden.

Für Intendant Ulf Schirmer (62) ist es die letzte Saison in Leipzig, sein Nachfolger Tobias Wolff wird nächstes Jahr übernehmen.
Für Intendant Ulf Schirmer (62) ist es die letzte Saison in Leipzig, sein Nachfolger Tobias Wolff wird nächstes Jahr übernehmen.  © Kirsten Nijhof/Oper Leipzig

Besonders an dieser Saison ist, dass es 20 Wiederaufnahmen und damit deutlich mehr als in anderen Spielzeiten gibt – ebenfalls eine Folge der Pandemie. Viele Opern seien so lange nicht mehr gespielt worden, dass die Künstlerinnen und Künstler sie zum Teil neu erarbeiten müssten, sagte Schirmer. Darunter sind Klassiker wie Puccinis "Tosca", Verdis "La Traviata" oder Mozarts "Zauberflöte".

Titelfoto: Kirsten Nijhof/Oper Leipzig

Mehr zum Thema Leipzig Kultur & Leute: