Trotz Kauf des Kohlrabizirkus: Zukunft des IfZ steht auf der Kippe!

Leipzig - In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Stadt Leipzig den Kohlrabizirkus für knapp 12,5 Millionen Euro kaufen will. Auf dem Gelände der Nordkuppel befindet sich seit einigen Jahren der beliebte Club "Institut für Zukunft" - dieser kann trotz des Kaufes nur bedingt positiv in die Zukunft blicken.

Auf dem Gelände der Nordkuppel des Kohlrabizirkus ist das Institut für Zukunft beheimatet - der beliebte Club hat wie zahlreiche andere Kultureinrichtungen mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen.
Auf dem Gelände der Nordkuppel des Kohlrabizirkus ist das Institut für Zukunft beheimatet - der beliebte Club hat wie zahlreiche andere Kultureinrichtungen mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen.  © Institut für Zukunft/ Fotograph: Thomas Victor

Wie aus einer Mitteilung des Clubs hervorgeht, freue man sich seitens des IfZs über den Kauf der Stadt.

"Die Übernahme setzt enormes Potenzial für die Weiterentwicklung des Kohlrabizirkus als Kulturstandort frei, die die Mieter:innen des Clubs gerne unterstützen und mitgestalten möchten. Konkret beweist die Stadt Leipzig mit diesem Engagement, dass sie die Bedeutung der Clubkultur anerkennt", heißt es in dem Schreiben.

Bürgermeister Burkhard Jung (63, SPD) hatte in der Pressekonferenz am Donnerstag klargestellt, dass die Mietverhältnisse in der Nordkuppel des Kohlrabizirkus bestehen bleiben - darunter fällt neben dem Eissport Club Leipzig eben auch das IfZ.

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Die Club-Betreiber vertrauen auf die guten Absichten der Stadt.

Institut für Zukunft: Fördermittel für Lüftungsanlage dringend nötig

"Der Vermieterwechsel könnte unsere Existenz für die kommenden Jahre sichern und uns bisher nie dagewesene Planungssicherheit verschaffen", so Alexander Loth, einer der Geschäftsführer des IfZ.

Um aber überhaupt auch künftig Events und den Club-Betrieb generell planen zu können, sei es zunächst wichtig, die andauernde Pandemie-Situation als Einrichtung des Nachtlebens überhaupt zu überleben.

Laut den aktuellen, sächsischen Corona-Bestimmungen könnte der Club erst wieder öffnen, wenn eine Lüftungsanlage in die Örtlichkeiten integriert werden könne. Dies sei für das IfZ aber nur realisierbar, wenn es zeitnah Fördermittel durch die Stadt Leipzig gäbe.

"Dass wir den Einbau einer pandemiegerechten Lüftungsanlage mithilfe von Fördermitteln realisieren können, ist eine einmalige Chance, die wir nicht verstreichen lassen dürfen. Alleine könnten wir uns das niemals leisten. Dabei brauchen wir jetzt solidarische Unterstützung seitens der Ämter."

Ansonsten sähe man für die Zukunft des "Institut für Zukunft" schwarz, so die Betreiber.

Titelfoto: Institut für Zukunft/ Fotograph: Thomas Victor

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