"Und was bedeutet das jetzt für mich": Schauspiel Leipzig widmet sich Pandemie-Folgen

Leipzig - Unter dem Motto "Und was bedeutet das jetzt für mich" widmet sich das Schauspiel Leipzig in der nächsten Spielzeit den Folgen der Pandemie für jeden Einzelnen.

Chefdramaturg Torsten Buß (li.) und Intendant Enrico Lübbe sprechen über das Programm für die kommende Spielzeit.
Chefdramaturg Torsten Buß (li.) und Intendant Enrico Lübbe sprechen über das Programm für die kommende Spielzeit.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das Motto sei ohne Festlegung, sondern vielmehr als Ausdruck für die Sorgen, Überforderungen oder auch Zukunftsvisionen der Menschen zu verstehen, sagte Chefdramaturg Torsten Buß.

Ab Samstag nimmt das Schauspiel nach monatelanger Zwangspause wieder seinen Spielbetrieb auf und darf insgesamt 166 Gäste live im Theater empfangen.

Einige Stücke wurden während dieser Zeit nur in digitalen Formaten gezeigt. "Streaming bedeutet für uns einen enormen Mehraufwand", sagte Intendant Enrico Lübbe. Die Stücke müssten vorgearbeitet und zwei Wochen danach im Videostudio nachgearbeitet werden.

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Er freue sich auf die neue Spielzeit und hoffe, dass eine Form der Normalität wieder zurückkehre.

Das Schauspiel widmet sich in der neuen Saison Themen wie den Diversitätsdebatten, dem Klimanotstand oder auch der Nachhaltigkeit.

Das Schauspiel Leipzig nimmt am Samstag den Spielbetrieb wieder auf.
Das Schauspiel Leipzig nimmt am Samstag den Spielbetrieb wieder auf.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wie empfinden wir "Social Distancing"?

In der Spielstätte der Residenz werde es unter anderem auch um den Schwerpunkt "Körperkontakte" gehen, wie Thomas Frank, Künstlerischer Leiter der Residenz, erklärte. "Was bedeutet die Frage des Social Distancing für unser subjektives Körperempfinden?", sagte Frank.

Auch die Stadt Leipzig soll im kommenden Frühjahr zur Bühne werden: Mit dem Langzeitprojekt "Pay Attention!" möchte das Schauspiel zeigen, welche Folgen und Entwicklungen die vergangenen Monate auf das Leben in der Innenstadt auslösen.

Neben diesem Stadtprojekt sind insgesamt 28 Premieren, darunter elf Uraufführungen geplant.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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