Im Leipziger Felsenkeller: So lief das erste Indoor-Konzert Deutschlands seit Monaten

Leipzig - Es war der Moment, auf den Freunde von Live-Musik sehnsüchtig gewartet haben: Nach Monaten des Lockdowns fand im Leipziger Felsenkeller am Freitagabend das erste Indoor-Konzert Deutschlands statt.

Jörg Folta, Geschäftsführer des Leipziger Felsenkellers. Das Leipziger Konzerthaus veranstaltete am Freitagabend das erste Indoor-Konzert nach Monaten der Pause.
Jörg Folta, Geschäftsführer des Leipziger Felsenkellers. Das Leipziger Konzerthaus veranstaltete am Freitagabend das erste Indoor-Konzert nach Monaten der Pause.  © Christian Grube

Die 330 dafür angebotenen Tickets waren bereits nach wenigen Tagen verkauft, wie Felsenkeller-Geschäftsführer Jörg Folta gegenüber TAG24 erklärte.

Der Einlass zum Konzert war lediglich mit einem negativen Corona-Test erlaubt. Besucher mussten eine Maske tragen, nur am Platz durfte sie abgenommen werden. Der Konzertsaal selbst war bestuhlt. Darüber hinaus wurden die Besucherdaten erfasst, die der Felsenkeller nun einen Monat in einem Tresor verwahrt.

Dass die Show veranstaltet wurde, ermöglichte die noch geltende Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen, sagte Folta. Dass es nun das erste Indoor-Konzert in Deutschland war, habe selbst ihn überrascht.

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"Es war ein bisschen wie vom Himmel gefallen. Niemand hatte es offenbar auf dem Schirm, außer uns", so Folta. "Wir haben dann gleich mit der Planung begonnen, konnten Fil Bo Riva als Künstler gewinnen und haben ab Pfingsten den Ticketverkauf gestartet."

Beste Stimmung trotz Abstand: So war es beim ersten Indoor-Konzert

330 Zuschauer waren bei der Show erlaubt. Die Stimmung war nach Monaten des Wartens bestens!
330 Zuschauer waren bei der Show erlaubt. Die Stimmung war nach Monaten des Wartens bestens!  © Christian Grube

"Ziel muss es sein, die Beschränkungen aufzuheben"

Und er sorgte für die Unterhaltung: Musiker Fil Bo Riva gab Deutschlands erstes Indoor-Konzert nach der Corona-Pause.
Und er sorgte für die Unterhaltung: Musiker Fil Bo Riva gab Deutschlands erstes Indoor-Konzert nach der Corona-Pause.  © Christian Grube

Die Veranstaltung war Teil eines Modellprojekts, mit dem der Felsenkeller neben dem Live-Erlebnis für Besucher vor allem seinen Dienstleistungspartnern wieder ein Einkommen ermöglichen wolle. Eine weitere Show ist bereits für den 11. Juni in Zusammenarbeit mit der Leipziger Konzertagentur Swansea Concerts geplant. "Danach wollen wir beide Events auswerten, um gegebenenfalls Anpassungen für nachfolgende Veranstaltungen vorzunehmen."

So sei beispielsweise möglich, dass künftig 450 Zuschauer erlaubt sind. Das Hygienekonzept des Felsenkellers lasse dies zumindest zu. "Beim ersten Konzert wollten wir allerdings noch kleine Brötchen backen, um sicher zu gehen, dass alles reibungslos verläuft."

Folta betonte gleichzeitig, dass Veranstaltungen mit begrenzter Zuschauerzahl keine dauerhafte Lösung seien. "Für uns ist das nur möglich, weil wir staatliche Unterstützung erhalten, ansonsten würde es sich finanziell nicht lohnen. Das Ziel muss es weiterhin sein, die Beschränkungen aufzuheben, sobald die Lage es zulässt."

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Dass darauf nicht nur die Leute hinter den Konzertkulissen warten, zeigte die Atmosphäre am Freitagabend. Die Besucher feierten Fil Bo Riva, die Stimmung war bestens. "Die Zeit des Wartens ist endlich vorbei", sagte Folta erfreut über den Neustart.

Titelfoto: Montage: Christian Grube

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