Wieder Streiks bei Amazon in Leipzig

Leipzig - Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon in Leipzig haben am Montag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Arbeit niedergelegt.

Verdi fordert den Abschluss eines Tarifvertrags.
Verdi fordert den Abschluss eines Tarifvertrags.  © Uwe Zucchi/dpa

Die Streikenden stellten am Morgen Zelte vor dem Amazon-Standort in Leipzig auf, für Dienstag ist ein Autokorso geplant, wie Streikleiter Jörg Lauenroth-Mago sagte. Er erwarte am Montag etwa 400 bis 500 Streikende.

Insgesamt gibt es seinen Angaben zufolge 1600 Beschäftigte am Amazon-Standort in Leipzig.

Verdi fordert den Abschluss eines Tarifvertrages, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten zu garantieren. 

Außerdem verlangt die Gewerkschaft die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels.

"Was die Gewerkschaft als Ziel beschreibt, ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Amazon längst Realität: Löhne am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten gezahlt wird, Entwicklungschancen für viele Menschen und vor allem ein sicheres Arbeitsumfeld", teilte ein Amazonsprecher am Montag mit. 

Er betonte, dass der Streik "keinerlei Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens" habe.

Die Mitarbeiter von Amazon in Leipzig haben auch am Dienstag gestreikt.
Die Mitarbeiter von Amazon in Leipzig haben auch am Dienstag gestreikt.  © Einsatzfahrten Leipzig

UPDATE, 30. Juni, 14.10 Uhr:

Auch am heutigen Dienstag wurde wieder bei Amazon in Leipzig gestreikt. Dabei zogen die Mitarbeiter diesmal mit einem Autokorso durch die durch die Stadt.

Titelfoto: Uwe Zucchi/dpa

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