Staatsschutz ermittelt: Fahrzeug auf Jüdischem Friedhof umgestoßen

Leipzig - Nach einem Anschlag auf den Neuen Jüdischen Friedhof in Leipzig ermittelt der Staatsschutz. Unbekannte hatten unter anderem ein Fahrzeug umgekippt.

Der Neue Jüdische Friedhof zu Leipzig wurde 1928 eröffnet. Die große Trauerhalle mit Kuppel wurde 1939 von den Nazis gesprengt.
Der Neue Jüdische Friedhof zu Leipzig wurde 1928 eröffnet. Die große Trauerhalle mit Kuppel wurde 1939 von den Nazis gesprengt.  © Alexander Bischoff

Bei einer Streife über den am nördlichen Stadtrand gelegenen Gottesacker entdeckten Wachpolizisten am Sonntag den Frevel. 

Der schwarze Piaggio, den die Friedhofsverwaltung für Pflegearbeiten nutzt, lag auf der Seite. Am Friedhofsgebäude war die Scheibe eines Lichtschachts eingeschlagen. 

Die Beamten stellten das motorisierte Lastendreirat wieder auf die Räder und fertigten eine Anzeige an. 

"Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen ist, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen", erklärte Polizei-Sprecherin Sandra Freitag.

"Schmierereien an unserer Gemeinde und den Gedenkstätten entdecken wir immer wieder, aber auf unseren Friedhöfen hatten wir lange Ruhe vor Vandalismus", sagte Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde, TAG24.

Gestörte Ruhe: Das kleine Friedhofs-Mobil wurde von den Eindringlingen einfach umgestoßen.
Gestörte Ruhe: Das kleine Friedhofs-Mobil wurde von den Eindringlingen einfach umgestoßen.  © Alexander Bischoff
Zudem schlugen die Täter diese Scheibe eines Lichtschachts ein.
Zudem schlugen die Täter diese Scheibe eines Lichtschachts ein.  © Alexander Bischoff

Der Hintergrund dieser Aktion ist ihm schleierhaft.

Titelfoto: Alexander Bischoff

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