Dritte Krawall-Nacht in Folge: Versammlung in Connewitz aufgelöst!

Leipzig - In Leipzig ist es am heutigen Samstagabend zum dritten Mal in Folge zu heftigen Ausschreitungen gekommen.

Nachdem die Beamten wieder mit Steinen und Pyrotechnik angegriffen worden waren, wurde die Versammlung aufgelöst.
Nachdem die Beamten wieder mit Steinen und Pyrotechnik angegriffen worden waren, wurde die Versammlung aufgelöst.  © Einsatzfahrten Leipzig

Im Stadtteil Connewitz lief eine Demonstration gegen Gentrifizierung und Verdrängung schon nach wenigen Hundert Metern aus dem Ruder.

Nach Steinwürfen auf die Fenster von Neubauten löste die Polizei den Aufzug auf, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Danach gab es Jagdszenen zwischen Vermummten und den Ermittlern.

Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Der Straßenbahnverkehr in dem südlichen Stadtteil wurde gestoppt.

Nach ersten Polizeischätzungen hatten sich rund 500 Menschen zu der angemeldeten Demo versammelt. Trotz Verbots zündeten die Teilnehmer Böller und Bengalos.

Bereits am Donnerstag- und Freitagabend hatte es in Leipzig Gewaltausbrüche gegeben (TAG24 berichtete). Vorausgegangen waren Hausbesetzungen, die von der Polizei beendet worden waren.

Aus unangemeldeten Demonstrationen heraus wurde die Polizei angegriffen.

Die Chaoten zündeten Bengalos und sollen sie auf Wohnhäuser geworfen haben.
Die Chaoten zündeten Bengalos und sollen sie auf Wohnhäuser geworfen haben.
Nach TAG24-Informationen sollen mehrere Hundertschaften der Polizei vor Ort gewesen sein. Auch Räumpanzer und Wasserwerfer wurden gesichtet.
Nach TAG24-Informationen sollen mehrere Hundertschaften der Polizei vor Ort gewesen sein. Auch Räumpanzer und Wasserwerfer wurden gesichtet.  © Christian Grube
Es wurden bereits mehrere Menschen in Gewahrsam genommen.
Es wurden bereits mehrere Menschen in Gewahrsam genommen.

Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze sagte, bei den Angreifern habe es sich um "augenscheinliche Linksextremisten" gehandelt. Insgesamt neun Beamte seien leicht verletzt worden.

Titelfoto: privat

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