Fünf Jahre nach Connewitz-Krawallen: "Schneckentempo" bei Verurteilungen

Leipzig - Vor fünf Jahren ereignete sich der Angriff von Neonazis auf den Leipziger Stadtteil Connewitz (TAG24 berichtete).

Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (42, Linke).
Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (42, Linke).  © Norbert Neumann

Am 11. Januar 2016 waren rechte Schlägertrupps mit insgesamt 200 Personen durch die Straßen des Viertels gezogen, darunter ein damaliger Rechtsreferendar vom Landgericht Chemnitz und mutmaßlich ein mittlerweile suspendierte Justizvollzugsbeamter.

Mit Blick auf den "Jahrestag" beklagt die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (42, Linke) eine ihrer Ansicht nach schleppende juristische Aufarbeitung.

Laut unbestätigten Angaben der Staatsanwaltschaft seien aktuell erst 70 Prozent der 217 Tatverdächtigen rechtskräftig verurteilt.

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Sie mache bei den Gerichtsverhandlungen ein "Schneckentempo" aus.

Im Januar 2016 trieben rechtsextreme Schlägertrupps eine Schneise der Verwüstung durch Connewitz.
Im Januar 2016 trieben rechtsextreme Schlägertrupps eine Schneise der Verwüstung durch Connewitz.  © dpa/Jan Woitas

Vor allem vermisse sie die Aufklärung möglicherweise hinter der Randale stehender rechtsextremer Strukturen.

Titelfoto: dpa/Jan Woitas

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