Studie zeigt: Waffenverbotszone wirkt kaum gegen allgemeine Kriminalität

Leipzig - Die umstrittene Waffenverbotszone in Leipzig hat nach einem Bericht der "Freien Presse" wenig Einfluss auf die allgemeine Kriminalitätslage.

Seit dem 5. November 2018 ist auf der Leipziger Eisenbahnstraße das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen verboten.
Seit dem 5. November 2018 ist auf der Leipziger Eisenbahnstraße das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen verboten.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Zwar habe sie schwere Auseinandersetzungen im Viertel rund um die Eisenbahnstraße verhindert, das Sicherheitsempfinden der Anwohner habe sie aber nicht verbessert.

Das seien Ergebnisse einer wissenschaftlichen Überprüfung der Waffenverbotszone, berichtete die Zeitung am Montag. Die Ergebnisse der Studie der Universität Leipzig für die sächsische Polizei sind bislang nicht veröffentlicht worden.

Die Stadt Leipzig und das sächsische Innenministerium äußerten sich am Montag auf Anfrage nicht zu den Inhalten der Studie. Allerdings solle sie am Mittwoch offiziell vorgestellt werden, hieß es.

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An dem Termin werden unter anderem der Innenminister Roland Wöller (50, CDU), Leipzigs Polizeipräsident René Demmler (49) und der Oberbürgermeister der Messestadt, Burkhard Jung (63, SPD), teilnehmen.

Die Waffenverbotszone war im November 2018 eingerichtet worden, um die Sicherheitslage entlang der Eisenbahnstraße zu verbessern. Schilder weisen seitdem darauf hin, dass niemand dort Messer, Schlagstöcke oder Reizgas mit sich führen darf. Die Polizei kann in der Zone verdachtsunabhängige Kontrollen durchführen und tut dies auch.

Kritiker bezweifelten dagegen die Wirksamkeit der Zone und monierten zudem, dass die Kontrollen eher Verunsicherung als mehr Sicherheit schafften.

Laut der Studie akzeptiere zudem nur eine Minderheit der für die Untersuchung befragten Menschen die Waffenverbotszone. Die Anwohner wünschten sich stattdessen mehr Polizei auf der Straße.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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