"Erinnert mich an Grundschulzeit": Ex-Energy-Franzi ätzt über Thüringenwahl 

Leipzig/Nordhausen - Die frühere Knallwach-Moderatorin Franziska Mühlhause (28) lässt sich in ihrem neusten Instagram-Post über die Thüringenwahl aus - und kritisiert dabei besonders Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke).

Franziska Mühlhause (28) äußert sich bei Instagram nicht das erste Mal zu politischen Themen.
Franziska Mühlhause (28) äußert sich bei Instagram nicht das erste Mal zu politischen Themen.  © Screenshot/Instagram/franzimupu

Sie habe zwar "keine tiefgreifende Ahnung von diesen Themen", wolle aber dennoch ihre Meinung loswerden, eröffnet die Ex-Radio-Moderatorin ihren Post.

"Sie veranstalten Wahlen. Einer wird gewählt. Passt vielen nicht, also wird der Gewählte zurücktreten und ein Neuer gewählt", fasst die 28-Jährige die politischen Ereignisse der vergangenen Wochen in Thüringen kurz zusammen.

Von den zwei neuen Kandidaten sei einer aus der Partei, die viele gern "auslöschen" würden. 

Bodo Ramelow sei schließlich durch zwei Wahlgänge "gerasselt". "Im Dritten sagt der, aus der 'bösen' Partei (Anmerkung der Redaktion: Björn Höcke, 47, AfD), dass er keinen Bock mehr hat und steigt aus."

Also sei der neue Ministerpräsident nun wieder der alte, obwohl der eigentlich abgewählt wurde. 

Und zwar "durch den, der zurücktreten musste, um Platz für den zu machen, der nun also doch besser weiter regieren soll. Wobei, eigentlich anhand der ersten beiden Wahlgänge nicht", ätzt Franzi weiter.

Franzi ärgert sich über die Verweigerung des Handschlags

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) verweigerte seinem Kontrahenten Björn Höcke (47, AfD) den Handschlag.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) verweigerte seinem Kontrahenten Björn Höcke (47, AfD) den Handschlag.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Der Gipfel für die 28-Jährige: "Nun kommt der Kandidat aus der 'bösen' Partei, um dem neuen alten Ministerpräsidenten zu gratulieren." Doch Ramelow verweigerte Höcke den Handschlag.

Unverständnis bei Franzi: "Es erinnert mich an die Grundschulzeit, 'Ich will aber nicht neben dem sitzen, der ist so doof!' Das Ganze finde sie "peinlich" und "erschreckend". Ihr sei es nämlich völlig "Latte", aus welcher Partei ein Politiker komme. 

Ramelows Aktion führe nur zur Spaltung, und Politiker seien doch schließlich da, um das Land zusammenzuhalten.

Während die Mehrheit ihrer Instagram-Fans Franzi zustimmt, hat eine Userin eine klare Gegenmeinung: "Höcke darf offiziell Faschist genannt werden, weil er einer ist", schreibt sie.

So sei es die einzig richtige Entscheidung, den Handschlag zu verweigern - für Spaltung habe die AfD gesorgt.

"Niemals darf man in Zeiten einer Demokratie, in Zeiten der Toleranz solche Menschen akzeptieren. Sie stehen für Ausgrenzung!", so die Userin.

Der Hintergrund zu Franzis Post

Der ursprünglich gewählte Ministerpräsident Thomas Kemmerich (55, FDP) war zurückgetreten, nachdem seine Wahl für bundesweite Empörung gesorgt hatte. Der Grund: Er ließ sich mithilfe der Thüringer AfD und ihrem Chef Björn Höcke ins Amt wählen.

Nun ist Bodo Ramelow von den Linken vorerst erneut zum Ministerpräsidenten Thüringens gewählt worden. Der 64-Jährige erhielt am Mittwoch im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit der Stimmen.

Ramelow war zuvor in zwei Wahlgängen an der nötigen absoluten Mehrheit gescheitert - wie auch sein Kontrahent Björn Höcke. Dieser war zum dritten Wahlgang nicht mehr angetreten.

Ramelow hatte ihm anschließend den Handschlag verwehrt. Er sei erst bereit, Höcke die Hand zu geben, wenn dieser die Demokratie verteidigen würde.

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