Herrenloser Koffer im Zug: Fahrgäste werden evakuiert, Spürhund kommt zum Einsatz

Leipzig/Gommern - Bereits am Freitag rief ein herrenloser Koffer im Regionalexpress zwischen Leipzig und Gommern die Polizei und einen Sprengstoffspürhund auf den Plan.

Der herrenlose Koffer lag unter einer Sitzgruppe im Regionalexpress.
Der herrenlose Koffer lag unter einer Sitzgruppe im Regionalexpress.  © Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Der schwarze Rollkoffer wurde zunächst gegen 14.10 Uhr von einem Kundenbetreuer der Deutschen Bahn unter einer Sitzgruppe im Zug bemerkt. Das teilte die Bundespolizei am Sonntag mit.

Trotz mehrerer Durchsagen meldete sich der Eigentümer nicht, weswegen am Haltepunkt Gommern eine Streife mit dem Sprengstoffspürhund Nike an Bord kam, um der Sache auf den Grund zu gehen.

"Die eingesetzten Bundespolizisten evakuierten die 20 Reisenden sowie das Bahnpersonal aus dem Zug und räumten den betroffenen Bahnsteig", so ein Sprecher zum weiteren Einsatzverlauf.

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Glücklicherweise konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Beim Beschnüffeln des Koffers zeigte Nike keinerlei "sprengstofftypisches Anzeigeverhalten". Die Beamten öffneten das Gepäckstück, in dem sich lediglich zwei Handtaschen und Kleidung befand.

Bisher konnte der Eigentümer nicht ausfindig gemacht werden, weswegen der Koffer nun im Fundbüro der Deutschen Bahn auf ihn wartet. Nach rund einer Stunde konnte der Zug anschließend seine Reise fortsetzen.

Die Bundespolizei nutzte die Situation, um alle Fahrgäste daran zu erinnern: Behaltet Euer Gepäck ständig im Blick und führt es jederzeit mit Euch! "Neben einem möglichen Gepäckdiebstahl kann es sonst, wie im aktuellen Fall beschrieben, zu einem Polizeieinsatz unter finanzieller Regressnahme des Verursachers kommen", so der Appell.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

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