Nach erneuten Brandanschlägen: Wöller vergrößert "Soko LinX"

Leipzig - Wieder hat es in Leipzig mutmaßlich politisch motivierte Brandanschläge gegeben (TAG24 berichtete). Innenminister Roland Wöller (50, CDU) will nun die "Soko LinX" vergrößern.

Der Bagger der Firma Hentschke Bau brennt lichterloh. Die Polizei geht von einem linksextremen Anschlag aus.
Der Bagger der Firma Hentschke Bau brennt lichterloh. Die Polizei geht von einem linksextremen Anschlag aus.  © Einsatzfahrten Leipzig

Kurz nach Mitternacht ging am Freitag zunächst auf der Baustelle einer Eisenbahnbrücke im Stadtteil Anger-Crottendorf ein Bagger in Flammen auf. 

Obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort war, brannte der 20-Tonner aus. Das Baufahrzeug gehört der Bautzner Firma Hentschke Bau, die schon mehrfach Ziel linksextremer Anschläge war.

Hintergrund: Das Unternehmen gehörte 2017 zu den Sponsoren der AfD. 

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Zudem ist Hentschke Bau an der Errichtung der neuen Justizvollzugsanstalt Zwickau beteiligt. Beides ist Linksextremisten ein Dorn im Auge, wie früheren Bekennerschreiben zu entnehmen war.

Eine Stunde nach dem Bagger brannte im Stadtteil Reudnitz ein zur CG-Gruppe des Immobilienmultis Christoph Gröner (52) gehörender VW-Transporter ab. Die Flammen griffen auch auf zwei nebenan geparkte Fahrzeuge über. Auch hier geht die Polizei von einem gezielten Anschlag aus. Die Ermittlungen übernahm in beiden Fällen die "Soko LinX".

Innenminister Wöller verurteilte die Anschläge und kündigte eine Reaktion an: "Wir werden die Schlagkraft der Soko LinX personell verstärken und weiter ausbauen, um den Tätern das Handwerk zu legen." Leipzig dürfe kein Rückzugsraum für Linksterroristen sein.

Titelfoto: Einsatzfahrten Leipzig

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