Radikale Feministinnen greifen christliche Antifaschisten an

Leipzig - Frauentag militant: Radikale Feministinnen haben in Leipzig mehrere Farbanschläge gegen vermeintliche "Akteure der patriarchalen Gesellschaft“ und Abtreibungs-Gegner verübt. Dabei griffen die Linksradikalen auch eine Kirchgemeinde an, die mit alledem nichts zu tun, sich statt dessen dem Holocaust-Gedenken verschrieben hat.

Das einstige Industriegebäude, das heute die evangelisch-freikirchliche TOS-Gemeinde beherbergt, ist mit roter Farbe besudelt.
Das einstige Industriegebäude, das heute die evangelisch-freikirchliche TOS-Gemeinde beherbergt, ist mit roter Farbe besudelt.  © Alexander Bischoff

Zum Frauentag flogen die Farbbomben. Betroffen waren das Büro des CDU-Abgeordneten Ronald Pohle, die Kanzlei des AfD-Politikers Roland Ulbrich, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Jacobstraße und die ebenfalls freikirchliche TOS-Gemeinde in Plagwitz.

Auf der von Linksextremisten gern genutzten Internet-Plattform "indymedia“ bekannten sich radikale Feministinnen zu den Anschlägen und warfen den Angegriffenen unter anderem "Antifeminismus“ vor. In dem Schreiben heißt es zudem, die Kirchenleute würden "Anti-Abtreibungs-Propaganda“ verbreiten, in dem sie beispielsweise zum "Marsch für das Leben“ aufrufen würden.

TOS-Gemeindechefin Dorothee Haas (50) steht vor ihrer besudelten Kirche, deren Fassade nun der Schriftzug "My Body My Choice“ ("Mein Körper, meine Wahl“) ziert, und schüttelt den Kopf. "Die haben schlampig recherchiert - denn wir haben nichts mit Abtreibungs-Gegnern zu tun“, sagt die Kirchenfrau. Ihre Gemeinde rufe zum "Marsch des Lebens“ auf. "Das ist ein Gedenkmarsch an den Holocaust“, erklärt Haas.

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In Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde hat sich die evangelische TOS-Freikirche dem Versöhnungsgedanken und dem Kampf gegen den Antisemitismus verschrieben. Dass nun ausgerechnet sie als christliche Antifaschisten von Linksextremisten angegriffen werden, macht die TOS-Leute fassungslos.

Auf der Fassade hinterließen die Feministinnen den Spruch "My Body My Choice".
Auf der Fassade hinterließen die Feministinnen den Spruch "My Body My Choice".  © Alexander Bischoff

Titelfoto: Alexander Bischoff

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