Sachsens Hoteliers befürchten: "Beherbergungs-Verbot" schreckt Touristen ab

Leipzig - Hoteliers kritisieren die Beherbergungsverbote einzelner Bundesländer für Touristen aus deutschen Corona-Risikogebieten.

Ohne Touristen geht auch für sächsische Hoteliers nichts. Hier ein Check-In im "Parkhotel Bad Schandau".
Ohne Touristen geht auch für sächsische Hoteliers nichts. Hier ein Check-In im "Parkhotel Bad Schandau".  © dpa/Sebastian Kahnert

Der Hauptgeschäftsführer der Dehoga Sachsen, Axel Klein (50), kritisierte eine mangelhafte Kommunikation. 

Touristen erhielten zum Beispiel keine Informationen, welche Postleitzahlen-Gebiete vom Verbot betroffen seien. Außerdem sei es am Wochenende fast unmöglich, einen Schnelltest auf das Virus zu machen, so Klein gegenüber "MDR aktuell".

Der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Thüringen, Dirk Ellinger (55), sprach von großen Unsicherheiten bei Hotels und Reisenden. 

Es brauche klare Regeln von der Politik. Beherbergungsverbote seien keine Lösung; es gebe Hygienekonzepte, die umgesetzt würden.

Beherbergungsverbot: So lauten die Vorschriften in Sachsen

Axel Klein, Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Sachsen.
Axel Klein, Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Sachsen.  © Norbert Neumann

Bislang gibt es deutschlandweit noch keine einheitlichen Regelungen, wie mit Touristen aus einheimischen Risikogebieten umgegangen wird. 

Sachsen hat noch folgende Vorschrift: Personen aus einer Region im Bundesgebiet mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage dürfen nur dann in einer Beherbergungsstätte untergebracht werden, wenn sie einen negativen Test vorweisen. Der wiederum darf nicht älter als 48 Stunden sein. 

Allerdings will Sachsen dem Vernehmen nach seine Regeln in Kürze noch weiter liberalisieren.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert

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