Sächsin Suse weiß: Sauerhonig macht lustig - und fit!

Von Thomas Gillmeister

Leipzig - Er ist vielleicht das Gesündeste, um mit Süß-Saurem das Immunsystem zu stärken: Sauerhonig. Suse Brand (36) aus Leipzig holt den vergessenen Klassiker aus der Heilkunde ins 21. Jahrhundert.

"Wildkräuter to go" - wohl bekomm's: Suse Brand (36) brennt für das antike Heilmittel Sauerhonig.
"Wildkräuter to go" - wohl bekomm's: Suse Brand (36) brennt für das antike Heilmittel Sauerhonig.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die 36-Jährige weiß, dass viele essbare Wildkräuter mehr Vitamine haben als Gemüse. Doch beim Verarbeiten der Wildkräuter geriet die Naturfreundin an Grenzen. 

"Ich suchte nach einer Möglichkeit, von ihren wertvollen Inhaltsstoffen auf gefällige Art zu profitieren - die tägliche Dosis 'Wildkräuter to go' sozusagen."

Sie stöberte in alten Heilbüchern, stieß dabei auf den Sauerhonig, auch Oxymel genannt. Schon in der Antike schwor man auf das gesunde Gemisch von Honig und Essig, versetzte es mit verschiedenen Kräutern. Es bringt den Stoffwechsel in Gang, wirkt entzündungshemmend, wundheilend und antibakteriell.

Im vergangenen Jahr setzte Suse in ihrer kleinen Manufaktur das erste Mal Sauerhonig an. Sie mischt Leipziger Biohonig mit Bioapfelessig aus dem Osterzgebirge und gibt ihre selbst gesammelten Wildkräuter dazu, legt sie praktisch ein. 

"Da ich nichts erhitze, bleiben sämtliche Inhaltsstoffe der Wildkräuter erhalten und verbünden sich mit den gesundheitsfördernden Eigenschaften von Honig und Essig", beschreibt Suse. Nachdem das Gemisch rund einen Monat in einem lichtdichten Gefäß reift und immer wieder verrührt wird, filtert es Suse und füllt es in Flaschen ab. 

Die Sauerhonig-Tinktur mit Essig und Kräutern gibt es in verschiedenen Sorten: Spitzwegerich, eine Kombination aus Waldmeister, Gundelrebe und Holunder sowie Giersch, Rotklee und Nessel.
Die Sauerhonig-Tinktur mit Essig und Kräutern gibt es in verschiedenen Sorten: Spitzwegerich, eine Kombination aus Waldmeister, Gundelrebe und Holunder sowie Giersch, Rotklee und Nessel.  © Picture Point/Roger Petzsche

Und sie trinkt selbst jeden Morgen ihren Immun-Booster. Hier könnt Ihr ihn auch mal kosten!

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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