Nach Hochwasser und Bränden: Schlobachshof in Leipzig wird abgerissen

Von Anke Brod

Leipzig - Er war durch Hochwasser beschädigt worden, zuletzt brannte es auf dem Gelände. Nun soll der Schlobachshof im Leipziger Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg abgerissen werden. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Die Abrissarbeiten am Schlobachshof in Leipzig haben begonnen.
Die Abrissarbeiten am Schlobachshof in Leipzig haben begonnen.  © Anke Brod

Wie die Stadtverwaltung bekannt gab, sollen elf einsturzgefährdete und nicht denkmalgeschützte Gebäude zurückgebaut und deren Flächen entsiegelt werden. Die Abrissarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Oktober 2020 andauern.

Unter den betroffenen Gebäuden sollen sich auch die Reste des in der Nacht vom 21. zum 22. Februar abgebrannten Geflügelstalls befinden. Im Mai diesen Jahres war es dann noch einmal zu einem Brand auf dem Gelände gekommen. Dabei entdeckten Kameraden der Feuerwehr in einer Reithalle mehrere Brandstellen, die glücklicherweise schnell gelöscht werden konnten (TAG24 berichtete).

Der Leipziger Stadtrat hatte bereits im April entschieden, das Areal zurückbauen zu lassen (TAG24 berichtete). Der Abriss erfolge als Kompensationsleistung als Teil des Bebauungsplans "Industriegebiet Seehausen II". Durch die Kompensation soll gewährleistet werden, dass Flächen, die durch den Bebauungsplan versiegelt werden, an anderer Stelle durch Entsiegelung der Natur wieder zurückgegeben werden.

Elf Gebäude sollen bis Ende Oktober auf dem 14 Hektar großen Gelände zurückgebaut und ihre Flächen entsiegelt werden.
Elf Gebäude sollen bis Ende Oktober auf dem 14 Hektar großen Gelände zurückgebaut und ihre Flächen entsiegelt werden.  © Anke Brod

Das rund 14 Hektar große Gelände des Schlobachshofs liegt im Landschaftsschutzgebiet Leipziger Auwald und im Überschwemmungsgebiet der Luppe. In den Jahren 2011 und 2013 hatten Hochwasser große Schäden an den Gebäuden verursacht. Dies war einer der Gründe, warum die Nutzung des Geländes durch den privaten Eigentümer aufgegeben wurde.

Die Stadt Leipzig erwarb das Grundstück 2016 im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens.

Titelfoto: Anke Brod

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