VibrA in Leipzig: Hier werden neue DJs ausgebildet

Leipzig - Auflegen, produzieren und Musik ganz nach seinen Vorstellungen gestalten: Wer sich schon immer für derlei Themen interessiert oder sich gar schon damit befasst hat, für den war am Samstag ein Besuch in der VibrA beinahe schon ein Muss. Leipzigs einzige DJ-Schule hat zum Tag der offenen Tür geladen. TAG24 hat sich an die Turntables gewagt.

Schulleiter Haby Kusha an den Turntables. Die VibrA, Leipzigs einzige DJ-Schule, bietet alles an Equipment, was man als angehender DJ und/oder Produzent braucht, sagt er.
Schulleiter Haby Kusha an den Turntables. Die VibrA, Leipzigs einzige DJ-Schule, bietet alles an Equipment, was man als angehender DJ und/oder Produzent braucht, sagt er.  © Eric Mittmann

Links eine Schallplatte, rechts eine Schallplatte und dazwischen genug Knöpfe, um den Kopf zum Rauschen zu bringen. "Das ist das grundlegende Setup für einen DJ", erklärt uns Schulleiter Haby Kusha. 

Nachdem wir uns vorsichtig an das Equipment getastet haben und unsere ersten Erfahrungen im Scratching machen durften, bietet uns der Schulleiter eine Kostprobe, wie es die Profis machen. Plötzlich groovt der Beat so sehr, dass der Kopf fast von allein mitnickt, die Bassdrum ist on Point und er selbst wirkt dabei so entspannt, als wäre es das Normalste der Welt. 

Vor etwa einem Jahr hat Kusha die Leitung der VibrA übernommen, die bereits seit 2008 in Leipzig besteht. Als DJ ist er seit 2004 unterwegs, sagt er. Neben ihm arbeiten aktuell noch zwei weitere Lehrer an der Schule, darunter Lukas, der auch unter dem Namen Synthikat bekannt und für das Thema Producing zuständig ist. "Ich bin Produzent, habe ein eigenes Studio, wo ich aufnehme. Das und die VibrA sind im Grunde meine zwei Standbeine", sagt er.

Derzeit unterrichtet das Trio laut Kusha etwa 60 Schüler. "Da ist im Grunde jeder dabei vom Zehn- bis zum 50-Jährigen, vom absoluten Anfänger bis hin zu den Profis, die ihre Skills noch verbessern wollen." 

"Etwa zwei bis drei Monate dauert es, bis man selbstständig Songs mixt"

Lukas aka Synthikat liefert uns einen Einblick in die Arbeit als Produzent.
Lukas aka Synthikat liefert uns einen Einblick in die Arbeit als Produzent.  © Eric Mittmann

Der Unterricht würde grundsätzlich einmal die Woche angeboten, kann jedoch je nach Situation individuell angepasst werden. Wer beispielsweise nur alle zwei Wochen kann, kann auch eine Doppelstunde einlegen. Dasselbe gilt für den Lehrplan: "Gerade für die Jüngeren bieten wir natürlich auch einen Leitfaden an. Grundsätzlich halten wir es jedoch individuell, denn wir wollen, dass die Leute Spaß haben."

Etwa zwei bis drei Monate dauert es laut Kushas Einschätzung meist, bis seine Schüler ihre ersten Songs selbstständig mixen können. "Das ist aber auch bei jedem anders. Manche brauchen etwas länger, bei anderen bin ich schon nach drei Wochen baff, was sie da abliefern."

Er selbst legt regelmäßig in Leipzigs Clubs wie dem "Velvet" oder der "Distillery" auf und stand auch schon bei Festivals wie dem "Sputnik" oder dem "Splash!" auf der Bühne. 

Die Kontakte, die er sich dabei aufbaut, nutzt er wiederum auch, um seine Schüler zu unterstützen. "Wir haben auf jeden Fall ein paar geile Leute hier. Da ist es natürlich schön, wenn man ihnen hin und wieder den einen oder anderen Auftritt zuspielen kann."

Mit dem Unterricht an der VibrA kann jederzeit begonnen werden.

Titelfoto: Eric Mittmann

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