Tödliches Party-Ende auf der Sachsenbrücke für Abdul (†32)

Leipzig - Seit Jahren schon ist die Sachsenbrücke in Leipzig Anziehungspunkt für Hipster und "Party-People" aller Couleur. Doch jetzt endete die allnächtliche Sause für einen jungen Mann tödlich (TAG24 berichtete).

Feuerwehrleute suchen im Licht von Scheinwerfern im Elsterflutbett nach dem von der Brücke gestürzten Mann.
Feuerwehrleute suchen im Licht von Scheinwerfern im Elsterflutbett nach dem von der Brücke gestürzten Mann.  © Silvio Bürger

Auf der einen Seite bluesige Klampfenklänge, auf der anderen harter Rave. Dazwischen Skateboarder, Hippies, Rastamänner, Kiffer,  Säufer, Poeten und schwäbische Studenten, die sich hier so unendlich "hip" fühlen... Jede Nacht zieht die Sachsenbrücke eine illustre Gesellschaft an.

Am Samstag jedoch endete die Party tödlich. Offenbar in ausgelassener Feierlaune schwang sich der 32-jährige Abdul O. gegen 2.30 Uhr auf die Brüstung - und stürzte ins Wasser. Das Elsterflutbett ist an dieser Stelle mehrere Meter tief. Augenzeugen suchten sofort nach dem Mann - er tauchte aber nicht wieder auf.

Feuerwehrleute, die kurz darauf den Fluss von Schlauchbooten aus absuchten, fanden die Leiche des Libyers gegen 4 Uhr. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. 

"Es gibt mehrere Personen, die das Geschehen beobachtet haben", erklärte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Montag. Sie würden jetzt alle als Zeugen vernommen. 

Nach ersten Ermittlungen gebe es keine Hinweise auf eine Straftat, so Schulz. Auch ein Suizid ist eher unwahrscheinlich.

Die Leipziger Sachsenbrücke ist jeden Abend Treffpunkt eines feierfreudigen Publikums.
Die Leipziger Sachsenbrücke ist jeden Abend Treffpunkt eines feierfreudigen Publikums.  © Tobias Junghannß

Möglicherweise war Abdul O. durch Alkohol oder Drogen nicht mehr Herr seiner Sinne. Die Staatsanwaltschaft ordnete deshalb eine toxikologische Untersuchung des Leichnams an. 

Titelfoto: Tobias Junghannß

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