Trauer und Wut: Dreibeiniges Katzenbaby "Knöpfchen" gestorben

Leipzig - "Knöpfchen" durfte nur wenige Tage alt werden: Die Tiernothilfe Leipzig e.V. hat alles versucht und das mit nur drei Beinen geborene Samtpfötchen nicht aufgegeben (TAG24 berichtete), doch leider konnten auch die engagierten Vereinsmitglieder das Baby-Kätzchen nicht retten.

Hier war die Hoffnung noch groß: "Knöpfchen" beim Wiegen.
Hier war die Hoffnung noch groß: "Knöpfchen" beim Wiegen.  © Facebook/Tiernothilfe Leipzig e.V.

Kaum 24 Stunden alt sollte das Kleine schon wegen eines offenen Nabelbruchs operiert werden. Doch dazu kam es nicht. "Knöpfchens" Zustand hatte sich ein wenig verbessert und da das Katzenbaby noch so schwach war, verschoben die Ärzte den OP-Termin um mehrere Wochen.

"Wir sind sehr erleichtert, denn ein so kleines Würmchen mit gerade mal 60 Gramm unter Narkose zu setzen, ist natürlich sehr riskant", schrieb die Tiernothilfe Leipzig dazu in einem Facebook-Post.

Doch dann ging alles ganz schnell: "'Knöpfchen' musste wieder in die Praxis", hieß es kurz darauf in einem weiteren Beitrag. Denn der kleine Kater habe nicht mehr trinken wollen. "Wir hoffen es wird alles gut."

Leider ist "Knöpfchen" nur wenige Stunden später gestorben. 

Mehr als 100 User teilten ihre Trauer über den Tod des kleinen Kätzchens bei Facebook. So schreibt eine Userin: "Oh nein kleines 'Knöpfchen', komm gut über die Regenbogen-Brücke. Danke liebes Team der Tiernothilfe, dass Ihr auf dem letzten Wege bei ihm wart."

Unter die Trauer mischt sich auch Wut

Doch unter den vielen Kommentaren finden sich auch wütende Beiträge. Eine Userin meint: "So unverantwortlich die Besitzer gehandelt haben, habt Ihr es mit Liebe versucht, wiedergutzumachen."

Denn laut Tiernothilfe sei "Knöpfchen" das Ergebnis einer entlaufenen Wohnungskatze, die nicht kastriert wurde. "Die ehemaligen Besitzer haben einfach falsch reagiert", heißt es weiter. "Weil Knöpfchen sehr komisch aussah mit seinem offenen Nabelbruch wurde telefonisch ein Tierarzt kontaktiert, der die Aussage getroffen haben soll: 'Legen sie es einfach bei Seite, es stirbt von alleine." 

Eine solche Aussage erscheine den Vereinsmitgliedern allerdings unwahrscheinlich. Und auch nachdem der Kater die erste Nacht überlebt hatte, seien die Besitzer nicht mit ihm zum Arzt gegangen. "Wir haben das Kleine dann am späten Nachmittag abgeholt, denn es war zwischenzeitlich kurz vor Praxisschluss."

Trotz des Einsatzes der Tiernothilfe hat es "Knöpfchen" nicht geschafft.

So verabschiedeten sich die Helfer nun mit den traurigen Worten: "Liebes 'Knöpfchen', wir wünschen Dir von Herzen eine gute Reise. Hab Spaß da oben und grüß alle."

Titelfoto: Facebook/Tiernothilfe Leipzig e.V.

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