Glätte-Unfälle in Sachsen und Sachsen-Anhalt: Polizei mahnt zur Vorsicht

Leipzig/Magdeburg - Sowohl in Sachsen als auch Sachsen-Anhalt ist es am Samstag aufgrund von Schnee und Glätte zu Unfällen gekommen. Die Polizei mahnt zur Vorsicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet Schneefälle bis in die Abendstunden.

Bei Colditz ist am Samstag ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn abgekommen. Schnee und Temperaturen um die 0 Grad hatten vielerorts für Glätte gesorgt.
Bei Colditz ist am Samstag ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn abgekommen. Schnee und Temperaturen um die 0 Grad hatten vielerorts für Glätte gesorgt.  © Sören Müller

In weiten Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts und auch Thüringens schneit es den ganzen Tag über, so der DWD. Erst am Abend soll der Schneefall langsam abnehmen bei Temperaturen um die 0 Grad.

Im Bergland bleibt es allerdings dauerfrostig bei -4 bis -5 Grad. In den höheren Lagen kann es örtlich bis in die Abendstunden weiterschneien.

Aufgrund der Wetterverhältnisse war es am Morgen sowohl in Sachsen als auch Sachsen-Anhalt zu Unfällen gekommen:

  • Auf der B176 bei Colditz (Landkreis Leipzig, Sachsen) war ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn abgekommen, hatte einen Jungbaum umgerissen und war schließlich auf der Seite zum Liegen gekommen. Der Fahrer blieb unverletzt, wie Polizeisprecherin Dorothea Benndorf mitteilte.
  • Auf der S11 in Kleinbardau (Landkreis Leipzig) geriet ein VW in den Gegenverkehr und touchierte ein Winterdienstfahrzeug. Auch dabei blieb es glücklicherweise bei Blechschäden.
  • Auf der A14 zwischen Klinga und Grimma (Landkreis Leipzig) waren gleich drei Autos aufgrund von Glätte ineinander gerauscht (TAG24 berichtete). Einer der beteiligten Autofahrer erlitt einen Schock. Ernsthaft verletzt wurde jedoch niemand.
  • Bei Großsteinberg (Landkreis Leipzig) geriet ein VW-Transporter von der Fahrbahn, riss einen Baum um und überschlug sich. Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
  • Auf der Zufahrt zur A2 bei Marienborn (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) war ein Lkw in die Leitplanke geraten, als er versuchte, auf die Autobahn zu gelangen. Drei weitere Lkw stellten sich quer. Verletzt wurde niemand.
Bei Großsteinberg geriet ein VW-Transporter von der Fahrbahn. Der Wagen riss einen Baum um und überschlug sich. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Bei Großsteinberg geriet ein VW-Transporter von der Fahrbahn. Der Wagen riss einen Baum um und überschlug sich. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.  © Sören Müller
Auch in Sachsen-Anhalt war es aufgrund der Glätte zu Unfällen gekommen. Bei Marienborn geriet ein Lkw in eine Leitplanke, als er auf die A2 auffahren wollte.
Auch in Sachsen-Anhalt war es aufgrund der Glätte zu Unfällen gekommen. Bei Marienborn geriet ein Lkw in eine Leitplanke, als er auf die A2 auffahren wollte.  © Matthias Strauß

Räum- und Winterdienste befinden sich bereits im Dauereinsatz. Die Polizei mahnt aufgrund der Wetterverhältnisse dennoch zu Vorsicht. "Es ist einfach zu glatt", erklärte ein Sprecher des Polizei-Lagezentrums in Leipzig gegenüber TAG24.

Laut DWD ist erst in der Nacht zu Sonntag mit einer Entspannung zu rechnen, es soll trockener werden. Ein Hochdruckgebiet aus Westen lockert die Wolkendecke langsam auf.

Am Sonntag lockern die Wolken Richtung Osten weiter vermehrt auf. Es wird trocken und sonnig. Tagsüber klettern die Temperaturen in den positiven Bereich. Das Bergland bleibt jedoch im Dauerfrost.

Der wolkenlose Himmel sorgt in der Nacht auf Montag für eisige Temperaturen. In tieferen Lagen können minus sechs bis minus sieben Grad erreicht werden. Im Bergland sogar Minusgrade bis in den zweistelligen Bereich.

UPDATE, 15.26 Uhr: Unfall auf der A38

Auf der A38 ist am Samstag ein VW von der Fahrbahn abgekommen.
Auf der A38 ist am Samstag ein VW von der Fahrbahn abgekommen.  © News5/Munzke

Auf der A38 bei Leipzig ist es am Samstagmittag ebenfalls zu einem Unfall gekommen. Die Fahrerin eines VW kam in Höhe der Anschlussstelle Leipzig-Südost von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Leitplanke.

Die Fahrerin blieb unverletzt.

Titelfoto: Sören Müller

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