30.600 Menschen in Leipzig trotz Vollzeitjob von Altersarmut bedroht

Leipzig - Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung sieht es bei vielen Leipzigern ziemlich schlecht bezüglich ihrer Rente aus!

Ein Leben voller Arbeit und am Ende reicht das Geld trotzdem nicht aus: Die Gewerkschaft NGG fordert mehr Verantwortung seitens der Politik. (Symbolbild)
Ein Leben voller Arbeit und am Ende reicht das Geld trotzdem nicht aus: Die Gewerkschaft NGG fordert mehr Verantwortung seitens der Politik. (Symbolbild)  © Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Diesen Zahlen nach sind 30.600 Leipziger Vollzeitbeschäftigte selbst nach 45 Arbeitsjahren im Rentenalter von Armut bedroht - das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Montag mit.

Eine heftige Statistik: 17,9 Prozent aller Beschäftigten, die in Leipzig in Vollzeit arbeiten, verdienen aktuell weniger als 2050 Euro brutto im Monat. Das beutetet, dass sie sogar mehr als 45 Jahre lang arbeiten müssten, um auf eine Rente oberhalb der Grundsicherungsschwelle von aktuell 835 Euro zu kommen.

"Altersarmut ist kein Schreckensszenario in der Zukunft, sondern für viele Menschen längst Realität. Die Rente derer, die etwa jahrzehntelang in einer Bäckerei oder Gaststätten gearbeitet haben, reicht schon heute oft nicht aus. Rentenkürzungen oder Forderungen über ein späteres Eintrittsalter sind der falsche Weg. Stattdessen muss die Politik die gesetzliche Altersvorsorge stärken", fordert Jörg Most, der Geschäftsführer der NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau.

Deshalb sollten alle Beschäftigte bezüglich der Bundestagswahl im September die Wahlprogramme der Parteien auch mit Fokus auf das Thema Rente im Blick behalten, rät die Gewerkschaft.

Titelfoto: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

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